Vapiano

Vapiano

Vapiano in Zahlen, Deutschland

  BdS-Mitglied seit Dezember 2007
Mitarbeiter 4.700
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie 70
Bachelorstudenten (duales Studium) 35
Restaurants
davon in Franchise
70
26
Nettoumsatz 2015 190,9 Millionen Euro

Die gastronomische Lifestylemarke VAPIANO begründete mit ihrem innovativen „Fresh-Casual-Dining“-Konzept eine neue Kategorie in der Systemgastronomie. 2002 begann die Erfolgsgeschichte mit der Eröffnung des ersten Restaurants in Hamburg. Heute gibt es weltweit über 160 VAPIANOs in 31 Ländern auf fünf Kontinenten und auch weiterhin stehen alle Zeichen auf Expansion.Das Erfolgsgeheimnis des Konzepts ist Frische – Frische in den Zutaten, in der Zubereitung und im Denken. In jedem einzelnen VAPIANO weltweit werden Pasta, Pizzateig sowie die Saucen, Dressings und Dolci täglich aus vielen frischen Zutaten hausgemacht, zum Teil sogar mitten im Gastraum in der gläsernen Manifattura, während in der Showküche die Gerichte vor den Augen der Gäste zubereitet werden. Dieses interaktive Front-Cooking-Konzept ermöglicht, dass der Gast dem Koch bei der Bestellung seine Wünsche und Vorlieben mitteilt und so sein ganz persönliches Lieblingsgericht erhält.

 

Vapiano

VAPIANO bedeutet für die Gäste Selbstbestimmung und Individualität, gepaart mit einer ungezwungenen und kosmopolitischen Atmosphäre. Es gibt keinen Dresscode und eine Reservierung ist nicht nötig – wie beim Essen mit guten Freunden. Die Einrichtung beruht auf dem Design des Mailänder Architekten und Designers Matteo Thun. Ein 100 Jahre alter Olivenbaum, ein eigener Kräutergarten, ein gemütlicher Bar- und Loungebereich sowie große Tische, die zur Kommunikation einladen, kennzeichnen das Wohlfühlambiente bei VAPIANO. Um das mittlerweile unverwechselbare Design noch stärker an der Firmenphilosophie auszurichten sowie mehr Leichtigkeit und Frische in den Restaurants hervorzuheben, entwickelte Thun das Konzept 2011 weiter. Das neue Design kommt seitdem in immer mehr VAPIANOs zum Einsatz und wird auch 2016 in vielen deutschen VAPIANOs integriert.

 

Die Mitarbeiter von VAPIANO, die sog. Vapianisti, spielen neben den Gästen eine weitere Hauptrolle. Alle Vapianisti sind kommunikationsstark, weltoffen, tolerant und stellen einen hohen Anspruch an ihre tägliche Arbeit. Darüber hinaus liegen ihre individuelle Förderung und die fortwährende Weiterentwicklung VAPIANO besonders am Herzen. Darum bildet das Unternehmen seine Vapianisti selbst zum/zur Fachmann/-frau für Systemgastronomie aus. Ebenso bietet es ein duales Studium in den Bereichen „Food, Beverage & Culinary Management“ und „Food Management“ an.


Jochen Halfmann

Rück- und Ausblick von Jochen Halfmann, Vorstand der Vapiano SE

Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsjahr 2015?

Es war auf jeden Fall ein bewegendes Jahr für uns alle bei VAPIANO. Es waren aber auch zwölf Monate, in denen wichtige Veränderungen und Verbesserungen in die Wege geleitet wurden, auf die wir 2016 aufbauen wollen. Alles in allem sind wir daher zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2015. Das erste Halbjahr war das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte.

Welche Ereignisse haben das Jahr 2015 Ihrer Meinung nach besonders geprägt?

Wir sind besonders stolz auf die Eröffnung unseres ersten Freestanders, mit anderen Worten unseres ersten freistehenden Restaurants. Dies war schon lange eine Herzensangelegenheit für uns. In Fürth sind wir noch besser erreichbar für unsere Gäste, die sich nach der Arbeit auf dem Heimweg mit Freunden treffen möchten, für Menschen, die zum Essen nicht eigens in die Innenstadt fahren wollen, oder auch für Familien am Wochenende. Außerdem testen wir hier aktiv eine Reihe von neuen Innovationen, welche wir dann sukzessive in all unseren Restaurants einführen werden. Im Juni 2015 haben wir erstmals den Schritt nach Fernost gewagt und unser erstes VAPIANO in Shanghai eröffnet. Das Konzept wird sehr gut angenommen, denn die Chinesen sind grundsätzlich
immer offen für internationale und innovative Ideen, die den heimischen Markt bereichern. Wir haben natürlich ein paar Neuerungen und Änderungen eingeführt, um auf die Bedürfnisse unserer chinesischen Gäste einzugehen. Beispielsweise stehen mehr Gerichte mit Meeresfrüchten auf der Karte und die Höhe der Stühle und Tische
wurde angepasst. Insgesamt bedeutet der Eintritt in den chinesischen Markt für uns zusätzliches internationales Wachstumspotenzial, das noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Im Oktober 2015 gab es einen Neuzugang auf der VAPIANO Speisekarte. Wir wurden immer wieder gefragt, warum wir keine Risotti auf der Karte haben. Daher bieten wir nun drei Risotto-Varianten an. Nach ausführlichen Tests und intensiver Rezeptentwicklung sind wir sehr stolz darauf, dass unsere Gäste nun auch dieses italienische Nationalgericht bei VAPIANO genießen können.

Welche Erwartungen haben Sie für das Jahr 2016?

Das Jahr 2016 steht für uns definitiv unter den zwei Sternen „gezieltes Wachstum“ und der „Erschließung neuer Märkte“. Insbesondere sehen wir in diesem Zusammenhang Dänemark und Tschechien als Märkte mit enormem Potenzial. Aber auch Kolumbien oder Abu Dhabi sind 2016 für uns von Interesse.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen?

Die Standortsuche ist eine große Herausforderung für uns. Das VAPIANO Markenerlebnis beginnt bereits mit dem Standort, denn alle Faktoren, wie unsere frischen Produkte, unsere kommunikationsstarken Vapianisti und unser
einmaliges Design und Ambiente, müssen perfekt ineinandergreifen, um ein VAPIANO erfolgreich zu machen. Dazu zählt dann natürlich auch das Umfeld. Daher investieren wir viel Zeit in die Suche nach geeigneten Objekten.

Welche Trends beobachten Sie in der Systemgastronomie?

Die Lust auf gutes, ehrliches Essen und das Bedürfnis nach exzellenter Qualität und besonderen Produkten sehen wir nach wie vor aufseiten unserer Gäste. Dieser Trend kommt VAPIANO natürlich zugute. Wo sonst schaut man schon den Köchen auf die Finger, während sie mit frischesten Zutaten jeden Kundenwunsch erfüllen? Darüber hinaus beobachten wir natürlich auch den Home-Delivery- und Take-away-Trend, den wir bereits in Fürth intensiv testen.


Das Interview wurde im Februar 2016 geführt.