
Nordsee
Nordsee in Deutschland in Zahlen
| * Schätzwert | BdS-Mitglied seit Januar 2010 |
| Mitarbeiter | 6.000 |
| Auszubildende für Fachmann/-frau für Systemgastronomie | 75 |
| Auszubildende für Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie | 16 |
| Restaurants | 336 |
| Nettoumsatz* 2012 | 291 Millionen Euro |
Europaweit die Nr. 1 in Sachen Fisch
Die Nordsee GmbH ist europaweit der Kompetenzführer in der Fisch-Systemgastronomie. Als einziges Unternehmen deckt Nordsee die gesamte Bandbreite von Frischfisch über Feinkostsalate und Delikatessen bis hin zum Gastronomieangebot sowie einem variantenreichen Snacksortiment ab. Damit hält Nordsee eine einzigartige Marktposition und überzeugt seine Gäste und Kunden mit erstklassigen Produkten, gutem Service und einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.
Gegründet wurde das Unternehmen 1896 unter dem Namen „Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft Nordsee“ in Bremerhaven. Ziel war es, auch die Bevölkerung im küstenfernen Landesinneren zuverlässig mit hochwertigem Frischfisch zu versorgen. 1965 eröffnete das erste Nordsee „Quick“ Restaurant, ein zu dieser Zeit in Deutschland völlig neuartiges Gastronomiekonzept, und entwickelte sich neben dem Einzelhandel rasch zum zweiten Geschäftsfeld des Unternehmens. Seit den achtziger Jahren ergänzen kalte und warme Snacks das Angebot und erfüllen den Wunsch nach gutem Fischgenuss bei gleichzeitig schnellem Service. Noch heute stellen die drei Verkaufskanäle Einzelhandel, Restaurant und Snacks zum Mitnehmen die Erfolgsbasis von Nordsee dar.

Aktuell verfügt das traditionsreiche Bremerhavener Unternehmen über 404 Standorte weltweit. 336 Filialen befinden sich in Deutschland, 36 in Österreich und weitere 32 im restlichen Europa sowie im Nahen Osten. 2012 besuchten circa 19 Millionen Kunden die Filialen von Nordsee und generierten rund 81 Millionen Kundentransaktionen. Der weltweite Systemumsatz lag bei rund 349 Millionen Euro. Nordsee beschäftigt circa 6.000 Mitarbeiter, davon 150 Auszubildende.
Mit mehr als 115 Jahren Know-how rund um das Produkt Fisch bietet Nordsee vom Einkauf bis zur Kreation seiner Gerichte erstklassige Produkte in höchster Qualität. Nordsee verzichtet bewusst auf den Einsatz von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen sowie genveränderten Bestandteilen, damit die Qualität 1:1 beim Kunden ankommt. Bei der Konzeption aller Gerichte sind frische Ideen und Abwechslung besonders wichtig. Für die Snacks und Tellergerichte wird ausschließlich Filetware verwendet.
Doch nicht nur die Produkte müssen den hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden, sondern auch die Filialen. Diese werden regelmäßig durch externe, unabhängige Institute geprüft.

Rück- und Ausblick von Hiltrud Seggewiß, Vorsitzende der Geschäftsführung Nordsee Holding GmbH
Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsjahr 2012?
Wir sind mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2012 zufrieden. Obwohl die Märkte gesättigt sind, konnten wir uns aufgrund unserer starken Marke erfolgreich gegen bestehende sowie neue Wettbewerber behaupten. Dabei haben wir einen Gesamtumsatz von 349 Millionen Euro erzielt.
Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2013?
Wir wollen unseren eingeschlagenen erfolgreichen Kurs fortsetzen und mit dem Markt wachsen. Dabei streben wir zwei bis drei Prozent organisches Umsatzplus an. Auch 2013 treiben wir die Modernisierung unserer Restaurants weiter voran: Insgesamt 22 Millionen Euro stehen als Investitionssumme zur Verfügung, um bei über 40 Filialen mindestens ein Facelift durchzuführen.
Welche Trends beobachten Sie in der Systemgastronomie?
Aktuell beobachten wir, dass Konzepte wie „Frontcooking“, bei dem wir die Speisen frisch vor den Augen der Kunden zubereiten, immer beliebter werden. Deshalb bieten wir dies auch häufiger an. Darüber hinaus haben sich die Kundenbedürfnisse in den letzten Jahren gewandelt. Immer mehr Menschen schätzen frischen Fisch als gesunde Ernährung, die jüngeren Kunden den leichten und schnellen Snack zwischendurch – ob im Restaurant oder „to go“. Dabei erwarten sie nicht nur eine schonende Zubereitung des Fischs, sondern wünschen sich auch ein größeres Wohlfühlambiente. Bei der Modernisierung unserer Filialen haben wir diese Entwicklung bereits berücksichtigt. So sind unsere neuen Restaurants nicht nur mit modernster Küchentechnik ausgestattet, sondern erscheinen auch in einer frischen Farbgebung, mit neuen Materialen und einer an die individuellen Möglichkeiten der einzelnen Standorte angepassten Einrichtung und Raumaufteilung.
Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?
Im Fokus unserer Veränderungen steht neben dem Neu- und Umbau unserer Restaurants in diesem Jahr auch der Ausbau des Bereichs Franchise als einem weiteren wichtigen Vertriebsweg. Bereits heute werden 20 Prozent aller Nordsee Betriebe in Deutschland von Franchisenehmern geleitet, so auch die 48 Einheiten bei Tank & Rast an den Autobahnen. Diese Zahlen sollen 2013 weiter wachsen.
Bei unseren Produkten werden wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen und neben den bekannten Klassikern wie „Bremer“ oder „Alaska Seelachs“ auch neue und leicht zubereitete Speisen anbieten. Dazu zählen der „Lachs auf Haut“ – also nicht in Mehl gewendet – sowie verschiedene frische Salate oder der „Matjes mit süßem Senf“, der von Auszubildenden auf der Grünen Woche entwickelt wurde. Damit wollen wir vor allem auch jüngere Kunden auf uns aufmerksam machen.
Worin sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen?
Nordsee sieht in den Innenstädten und Einkaufszentren einen steigenden Wettbewerb, vor allem aufgrund vieler kleinerer Unternehmen, wie zum Beispiel den Bäcker oder Fleischer nebenan, deren Snacks und Mittagsangebote in direkter Konkurrenz zu unseren Produkten stehen. Insofern setzte ich darauf, uns in der Nische Fischgastronomie insbesondere mit dem eigenen Mittagsangebot in entspannter Atmosphäre zu behaupten.
Was darf bei einem Picknick nicht fehlen?
Sonnenschein, gute Laune und beste Freunde.

