Frischli Milchwerke

Die frischli Milchwerke GmbH mit Stammwerk im niedersächsischen Rehburg-Loccum und drei weiteren Milchwerken in Weißenfels (Sachsen-Anhalt), Eggenfelden (Bayern) und Schöppingen (Nordrhein-Westfalen) verstehen sich bereits in vierter Generation als Anbieter von hochwertigen Molkereiprodukten. Jeden Tag werden bei frischli rund zwei Millionen Kilogramm Milch veredelt – pro Jahr über 800 Millionen Kilogramm. Diese Milch wird von über 750 Milcherzeugern an frischli geliefert.

Speziell für die Profiküche bietet das Unternehmen ein breites Produktportfolio von Milch über Desserts bis zu Sahnesaucen an, das die Bedürfnisse dieser Zielgruppe hinsichtlich Hygieneanforderungen und praktischen Handlings in der Gastronomie optimal erfüllt. Neben einer Vielzahl an haltbaren Molkereiprodukten und Desserts gibt es seit Oktober 2023 mit Gastro frischli auch frische Molkereiprodukte für den Foodservice. Im Herbst 2021 wurde das Angebot von frischli um eine pflanzenbasierte Range mit einer Vielfalt an Desserts und Milchalternativen ergänzt. Seit 2022 ergänzt frischli das Produktportfolio um erstklassige Eis-Basen sowie Lösungen für Softeis und Frozen Yoghurt. Gemeinsam mit dem Familienunternehmen Brüggen, dem Experten für Cerealien und die Rohware Hafer, hat frischli im Dezember 2024 das neue Unternehmen The Oat Factory gegründet. In der neuen Plantbased-Produktion in Rehburg-Loccum werden unter anderem Hafer Drink und Hafer Barista, auch in Bio-Qualität, hergestellt. Zum Einsatz kommt dabei ein neuartiger Produktionsprozess, der eine besonders hochwertige Qualität der Produkte gewährleistet. Um den gesamten Verarbeitungsprozess – von der Rohstoffauswahl bis zur Vermahlung – unter einem Dach zu kontrollieren, wird aktuell eine neue Hafermühle in Rehburg-Loccum gebaut, deren Inbetriebnahme für das dritte Quartal 2025 geplant ist.

Rück- und Ausblick von Felix Hägermann, Senior Business Development Manager Systemgastronomie

Mann mit Bart lächelt
Felix Hägermann

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2024?

Wir schauen auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück, insbesondere im Hinblick auf Preisanstiege auf der Fettseite im Milchsegment. Herausfordernd ist weiterhin die anhaltende allgemeine Kaufzurückhaltung. Doch trotz aller Herausforderungen konnten wir insbesondere im Bereich der Systemgastronomie ein gutes Jahr verzeichnen. Positiv zu bewerten ist das neue Produktsegment Eis mit Softeis- und Streicheislösungen, das sich gut am Markt etabliert hat und das wir auch international ausbauen werden.

2025 wird ein Jahr voller Herausforderungen. Welche Brücken würden Sie bauen wollen, um politisch, gesellschaftlich oder auch im eigenen Umfeld neue Lösungen zu finden?

Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen politischen Situation – national, aber auch international – stehen der Branche herausfordernde Zeiten bevor. Wir verfolgen für 2025 konsequent unseren Weg weiter und fokussieren uns zum einen auf unser Kernsortiment und entwickeln zum anderen das Produktangebot im Eissegment weiter. Dabei spielen für uns als Familienunternehmen mit einer über 120-jährigen Tradition die Themen Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produktion eine wesentliche Rolle, um die Nachhaltigkeits- und Klimaziele, die wir uns im Rahmen der Science Based Targets initiative gesetzt haben, zu erreichen.

Welche Themen und Herausforderungen werden 2025 bestimmend sein? (1-10 – 1 = geringe Wichtigkeit / 10 = hohe Wichtigkeit)

Personal: 10
Bürokratie: 7
Gesetzliche Regulierungen: 7
Gästeverhalten: 8
Nachhaltigkeit: 9
Verpackungen: 9

Das Interview wurde im März 2025 geführt.