Testo

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Testo mit Hauptsitz in Titisee im Hochschwarzwald ist weltweit führend im Bereich portabler und stationärer Messlösungen. In 35 Tochtergesellschaften rund um den Globus forschen, entwickeln, produzieren und vermarkten rund 3.200 Mitarbeiter für das Hightechunternehmen. Der Messtechnik-Experte überzeugt weltweit Kunden mit hochpräzisen Messgeräten und innovativen Lösungen für das Messdatenmanagement von morgen. Produkte von Testo helfen Zeit und Ressourcen zu sparen, die Umwelt und die Gesundheit von Menschen zu schützen und die Qualität von Waren und Dienstleistungen zu steigern. Ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 10 Prozent seit der Gründung 1957 und ein aktueller Umsatz von über 300 Millionen Euro zeigen eindrücklich, dass Hochschwarzwald und Hightechsysteme perfekt zusammenpassen. Zum Erfolgsrezept von Testo gehören auch die überdurchschnittlichen Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Etwa ein Zehntel des jährlichen Umsatzes weltweit investiert Testo in Forschung & Entwicklung.

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Warum es gerade jetzt Sinn macht, in ein digitales QM-/HACCP-System zu investieren

Michael Rohr, Key Account Manager bei Testo und BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante

Wir befinden uns in einer Zeit der Unsicherheit. Und Unsicherheit ist Gift für Investitionen. Aber ist das richtig? Sollte man nicht gerade in unsicheren Zeiten antizyklisch agieren, um Wettbewerbsvorteile zu generieren, indem man Mehrwerte aus Prozessen herausholt? Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit! Ich bin mir sogar sicher. Die großen Player machen es vor. Denn Sie wissen, wer jetzt in die Optimierung von Prozessen investiert, kommt besser aus der Krise und wird schneller an anderen vorbeiziehen.

Warum steigen gerade in Krisenzeiten die großen Player auf ein digitales QM-/HACCP-System um? Es ist wie immer die Frage nach den Mehrwerten oder dem Kosten/Nutzen und den Wettbewerbsvorteilen, die ein solches System für den Kunden und Gast bringt. Wie immer bei Investitionen. Nicht mehr und nicht weniger. Die großen Player haben einfach das Ziel, Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, indem Sie die Lebensmittel- und Hygienesicherheit erhöhen und Kosten- und Zeit sparen.

Wer heute immer und von überall einen Überblick über seine QM-/HACCP-Prozesse haben möchte, um die Lebensmittel- und Hygienesicherheit zu verbessern und Prozesskosten zu sparen, kann mit einem digitalen QM-/HACCP-System einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Vergessen wir nicht die Papierreduktion. Die daraus generierten Mehrwerte amortisieren das System innerhalb 1-2 Jahren. Nicht nur die großen Player können von digitalen QM-/HACCP-Prozessen profitieren. Die Lösungen im Markt sind individuell anpassbar. Die Unabhängigkeit zwischen Zertifizierungsunternehmen und dem Anbieter eines QM- /HACCP-Systems sollte gewährleistet sein.


Burkart Knopse, Testo
Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender

Rück- und Ausblick von Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Ein außergewöhnliches Jahr liegt hinter uns, das wir aber deutlich besser abgeschlossen haben als erwartet. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal des Jahres stark an, weil sich Kunden in aller Welt für unsere Wärmebildkameras und Thermometer entschieden, die zur Erkennung von erhöhter Körpertemperatur im Einsatz sind. Von dem aufgebauten Auftragsbestand haben wir bis in die zweite Jahreshälfte hinein profitiert und konnten den Einbruch der Nachfrage in den meisten Ländern aufgrund von Covid-19 überkompensieren. Zusammen mit einer strikten Kosteneinhaltung hat uns diese positive Entwicklung ein erstaunliches und erfreuliches Ergebnis 2020 ermöglicht.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Wir glauben, dass die Pandemie im Laufe dieses Sommers ihre Kraft verlieren wird. Dann wird auch die Nachfrage vieler Kunden, die diese seit Frühjahr 2020 zurückhalten, wieder steigen. Diese Erholung ist auch nötig, denn das erste Halbjahr 2021 wird für uns, die wir im ersten Halbjahr 2020 hohe Umsätze mit Wärmebildkameras hatten, schwierig werden. Diese Nachfrage war sehr hoch und einmalig. Wir gehen somit von einem Rückgang beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Jahreshälfte aus und erhoffen uns einen Nachholeffekt aufgrund der Erholung der Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Als sehr einschneidende und seit vielen Jahrzehnten größte Krise, die die ganze Welt in Atem hält. Bei Testo haben wir die ersten Monate der Pandemie dazu genutzt, um umfassende Hygienekonzepte zu entwickeln und Sicherheitsvorkehrungen für all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu treffen. Wir sind sehr froh, dass wir innerhalb der Firma Ansteckungen vermeiden konnten und vor allem unsere Produktion während der gesamten Pandemie reibungslos weiterlaufen konnte.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Mit dem Rückblick auf das letzte Jahr kann ich mit großem Stolz sagen, dass unser Unternehmen auch diesen Sturm gut überstanden hat.

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Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.