Hochland

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Hochland ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Heimenkirch (Allgäu), das sich seit 1927 mit Leidenschaft auf die Produktion und den Vertrieb von Käse spezialisiert hat. Mit einem Jahresabsatz von 394.000 Tonnen Käse (2020) und heute rund 5.800 Beschäftigten in acht Ländern ist Hochland einer der größten privaten Käsehersteller in Europa.

Das Produktportfolio umfasst Schmelzkäse, Hart- und Schnittkäse, Frischkäse, körnigen Frischkäse, Weißkäse/Feta, Weichkäse und Kräuterquark unter den Marken Hochland, Grünländer, Almette, Patros, Gervais und Valbrie. Neben dem Markengeschäft sind wir im Geschäftsfeld Customer Brands seit Jahrzehnten starker Partner für Handelsmarken, Exportkunden, die Lebensmittelindustrie und den gesamten Foodservice. Seit einigen Jahren gehören auch pflanzliche Käsealternativen und Vollgemüse-Produkte zu unserem Portfolio – Simply V und Beetgold.

Hochland ist langjähriger Partner der Systemgastronomie, 2022 jährt sich unsere Partnerschaft mit McDonald’s zum 50. Mal.

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Volker Brütting, Geschäftsführer Customer Brands

Rück- und Ausblick von Volker Brütting, Geschäftsführer Customer Brands

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2021?

Die Halbjahre 2021waren unterschiedlich geprägt, die Überschrift fürs Gesamtjahr ist für mich ‘Arbeiten am Limit‘. Das Comeback des Quick-Service-Bereichs ist beeindruckend, die Branche hat schnell gelernt, die neuen Verbraucherbedürfnisse zu erfüllen, was zu Umsätzen sogar über denen des Vor-Corona-Jahres 2019 geführt hat. Die Entwicklungen am Rohwarenmarkt waren vor allem im zweiten Halbjahr außergewöhnlich: Oft sind die Preise nicht nur explodiert, sondern aus teuer wurde knapp, was zu Lieferengpässen geführt hat. Nicht nur bei Rohwaren und Milch sind diese auf ein Allzeithoch geklettert, sondern auch bei Verpackung und Energie.

Da diese Herausforderungen in allen Geschäftsfeldern und Ländern Realität waren, hat sich dies auch das Unternehmensergebnis der HOCHLAND Deutschland GmbH ausgewirkt. Alle Hochland Mitarbeiter haben auch im zweiten Corona-Jahr Herausragendes geleistet und damit sind wir gut durch diese herausfordernde Zeit gekommen.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2022?

Wir gehen davon aus, dass die Rahmenbedingungen ähnlich dem zweiten Halbjahr 2021 bleiben werden. Deutlich höhere Kosten werden zu neuen Verbraucherpreisen führen; ob dies zu einem veränderten Konsumverhalten führt, ist schwer vorherzusagen. In der Milchbranche werden die Haltungsformen ein prägendes Thema 2022 sein und Käsealternativen werden mehr und mehr ein ganz normaler Bestandteil der Ernährungsangebote, auch in der Systemgastronomie. Auf diese Veränderungen sehen wir uns als HOCHLAND Deutschland bestens vorbereitet.

15 Jahre BdS: Wie erleben Sie die Entwicklung des Verbands und der Systemgastronomie?

Man kann vielleicht sagen: „In der Krise hat sich der Nutzen des Verbands als Stimme der Systemgastronomie für die Branche deutlich gezeigt.“ Dies ist nicht jedem Verband gelungen. Die Systemgastronomie an sich ist hochprofessionell und schnell lernend.

Welche Signale waren für Sie entscheidend?

Beruflich hat mich die Pleite von Schlecker indirekt geprägt und mir gezeigt, nicht die Großen fressen automatisch die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen. Etwas pauschal, aber der Kern dieser Aussage ist für mich ein Treiber geworden.


Das Interview wurde im Februar 2022 geführt.