Burger King

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Burger King in Zahlen, Deutschland

* geschätzt BdS-Gründungsmitglied
Mitarbeitende ca. 25.000 *
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie ca. 250 *
Auszubildende Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie ca. 50 *
Bachelorstudenten des Studiengangs "Systemgastronomie-Management" 2
Restaurants 750 *
Umsatz 2021 990 Millionen Euro *
Burger King

1954 wurde das Unternehmen Burger King® von James McLamore und David Egerton in Miami gegründet und bietet seither eine vielfältige Produktpalette, bestehend aus auf offener Flamme gegrillten Burgern, Snacks, Getränken und Desserts. Mit der Einführung des Whopper® im Jahr 1957 wurde zudem ein Flaggschiffprodukt positioniert, das damals wie heute für einzigartigen Grillgeschmack und frische Zutaten steht. Mittlerweile betreibt Burger King® mehr als 18.600 Restaurants in 100 Ländern weltweit und bedient täglich über 11 Millionen Gäste.

In Deutschland eröffnete Burger King® 1976 in Berlin sein erstes Restaurant. Bis heute sind ca. 750 Restaurants hinzugekommen, womit Deutschland einer der wichtigsten Märkte für Burger King® weltweit ist. Die ca. 750 Burger King® Restaurants in Deutschland werden von rund 120 unabhängigen Franchisenehmer*innen selbstständig geführt. Seit Mitte 2015 verantwortet die BURGER KING Deutschland GmbH als Master-Franchisenehmer mit mittlerweile mehr als 110 Company-eigenen Restaurants den deutschen Markt.

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Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen von Veränderung, Plant-based und Digitalisierung. Gleich zu Beginn des Jahres präsentierte Burger King® seinen neuen Markenauftritt und rückte damit – nicht nur visuell – Qualität, Individualität und Authentizität in den Mittelpunkt. So kommen alle Speisen ohne Zusatzstoffe Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker aus. Zudem wurden im Jahr 2021 neue Restaurants eröffnet und bestehende modernisiert, darunter das erste Restaurant in Deutschland mit zwei Drive-in-Spuren. Mit Blick auf die Corona-Pandemie hat das Unternehmen den Ausbau der digitalen Kanäle sowie den Lieferservice stark vorangetrieben und in diesem Zuge die App und Website optimiert.

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Auch in diesem Jahr hat Burger King® sein Sortiment wieder um innovative Produkte erweitert; so wurde das Angebot der Gourmet-Plattform ausgebaut und mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Plant-based-Sortiments die Vorreiterrolle in diesem Bereich in der QSR-Branche gestärkt. Seit Oktober 2021 engagiert sich Burger King® außerdem als Mitglied beim Bundesverband für Alternative Proteinquellen e.V. (BALPro) und bringt seine Plant-based Erfahrung als Systemgastronom in der Weiterentwicklung von und Aufklärung zu alternativen Proteinen ein. Als erstes gastronomisches Angebot in Deutschland wurden Produkte von Burger King® mit dem V-Label von ProVeg Deutschland als vegan lizenziert. Dafür wurden operative Abläufe so angepasst, dass die hohen Standards für die Lizenzierung eingehalten werden können. Dies ist ein wichtiger Impuls für die Branche, an dem das Unternehmen selbstverständlich weiter ansetzen wird.

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Cornelius Everke, Geschäftsführer Burger King Deutschland GmbH

Rück- und Ausblick von Cornelius Everke, Geschäftsführer Burger King Deutschland GmbH

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2021?

Wir sind das vergangene Jahr mutig angegangen und blicken trotz großer Herausforderungen positiv darauf zurück. Es ist uns gelungen, den neuen Markenauftritt deutschlandweit einzuführen, die Digitalisierung sowie Premiumisierung voranzutreiben und besonders im Bereich Plant-based wichtige Impulse für die ganze Branche zu geben; insbesondere durch die in der deutschen Gastronomie erstmalige V-Label-Lizenzierung von ProVeg Deutschland für einige unserer Plant-based Produkte. Außerdem konnten wir mit einer Weltpremiere unsere Gäste begeistern: Das Feedback auf das weltweit erste Plant-based Burger King® Restaurant in Köln war überragend und hat uns in unserer langfristigen Plant-based-Strategie bestärkt. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier die richtigen Weichen nicht nur für uns, sondern für die ganze Systemgastronomie stellen.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2022?

Unser Ziel ist es, die Marke Burger King® auch 2022 weiter auszubauen. Wir sehen, dass die Einschränkungen durch die Coronapandemie gelockert werden, daher sind wir zuversichtlich, in diesem Jahr wieder mehr Gäste vor Ort begrüßen zu dürfen als in den letzten zwei Jahren. Der Anteil von Drive-in, Lieferdienst und Take-away wird jedoch auch weiterhin sehr hoch bleiben, weshalb wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer digitalen Kanäle arbeiten. Wir wollen unseren Gästen ein einzigartiges Burger King® Erlebnis bieten, egal wann und egal wo.

Wir streben ein starkes Wachstum unserer Marke in Deutschland an und werden dazu neue Restaurants eröffnen und gleichzeitig bestehende Restaurants modernisieren. So sollen zukünftig mehr Self-Order-Terminals bereitgestellt werden, um die Bestellprozesse zu optimieren. Durch vielfältige Produktinnovationen wollen wir unser Sortiment attraktiv für alle machen, unabhängig von den Geschmacksvorlieben oder Ernährungsformen. Wir werden ebenfalls das vegane und vegetarische Sortiment weiter ausbauen. Insgesamt planen wir eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke Burger King® im Rahmen eines stimmigen Gesamtkonzeptes für alle Kanäle.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Mit unserem neuen Markenauftritt stellen wir Qualität, Individualität und Authentizität in den Vordergrund. Bereits seit Anfang 2021 kommen all unsere Speisen ohne Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sowie künstliche Aromen aus. Mit der Lizenzierung durch das V-Label von ProVeg Deutschland sind wir einen mutigen Schritt gegangen und bieten als erstes QSR-Restaurant 100 Prozent vegane Produkte an. Wir wissen, dass unsere Gäste sich mehr Transparenz wünschen, die wir ihnen mit dem V-Label bieten und ihre Kaufentscheidung damit erleichtern. Gleichzeitig möchten wir, ganz nach unserem Markenclaim „Mach dein King“, für jeden Geschmack das Passende anbieten, was neben unseren Fleisch-Fans auch Vegetarier*innen, Veganer*innen und Flexitarier*innen umfasst. Neben Produkten investieren wir außerdem in neue Restaurantkonzepte, um die Prozesse und das Kauferlebnis zu optimieren. So können zum Beispiel durch das Restaurant in Gütersloh mit zwei Drive-in-Spuren mehr Bestellungen aus den Fahrzeugen heraus aufgenommen werden. Ein weiterer Punkt, an dem wir uns weiterentwickeln, ist die Umstellung unserer Verpackungsmaterialien. Dafür arbeiten wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie kontinuierlich an umweltfreundlicheren Lösungen. Unser aktuelles Mehrweg-Pilotprojekt ist für uns ein wichtiger Schritt beim Umgang mit Ressourcen.

2022 feiern wir "15 Jahre BdS". Was verbinden Sie mit Ihrem Verband?

Als Gründungsmitglied blicken wir auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem BdS zurück, in der wir gemeinsam die Branche unterstützen und stärken konnten. Der Zusammenhalt und die Vernetzung der Systemgastronomie sind über die Jahre mehr und mehr gewachsen. Dieser Zusammenhalt zeigt sich besonders deutlich in Krisensituationen wie wir sie durch die Coronapandemie erlebt haben. Durch die Arbeit des BdS profitieren nicht nur wir als Unternehmen, sondern auch unsere Franchisenehmer*innen und Mitarbeiter*innen. So waren die Tarifverträge erst durch den Einsatz des BdS möglich. Der BdS ist für uns die einheitliche und hörbare Stimme der Systemgastronomie. Umso mehr haben wir uns über die Auszeichnung mit dem erstmalig vergebenen Ehrenpreis der Deutschen Systemgastronomie 2021 für unsere Initiative „#Bestellt bei McDonalds“ gefreut. Diese haben wir stellvertretend für alle Systemgastronom*innen entgegennehmen durften, denn hier ging es um Solidarität und Zusammenhalt!

Welche Signale waren für Sie entscheidend?

Als Geschäftsführer trage ich eine große Verantwortung gegenüber den 25.000 Mitarbeiter*innen, den 120 Franchisenehmer*innen in Deutschland, unseren langjährigen Lieferanten genau wie auch gegenüber unseren Gästen und der Gesellschaft insgesamt. Diese Verantwortung halte ich mir bei jeder Entscheidung vor Augen.

Das Jahr 2021 hat einmal mehr gezeigt, dass sich Mut auszahlt, denn wir konnten die Marke durch mutige Entscheidungen enorm weiterentwickeln. Burger King® steht nun für mehr als flame-grilled Beef-Burger, nämlich für ein abwechslungsreiches Sortiment, das sowohl im Gourmet- als auch Plant-based-Bereich neue Standards setzt. Mit der Eröffnung des Plant-based Restaurants in Köln und der V-Label-Lizenzierung haben wir uns an zwei kontroverse Themen gewagt, von denen wir nicht wussten, wie sie bei unseren Gästen ankommen werden. Daher waren wir gerade in diesen Punkten besonders auf die Reaktion unserer Fans gespannt; und unser Mut hat sich ausgezahlt.

Ein weiterer wichtiger Wert, den die Systemgastronomie aus meiner Sicht sehr gut vorlebt, ist Solidarität – untereinander und miteinander. Diese ist gelebte Praxis, nicht zuletzt auch während der Coronapandemie, der Flutkatastrophe in weiten Teilen Deutschlands oder bei der Förderung der Vielfalt unserer Gesellschaft. Gerade in schwierigen Zeiten erleben wir, wie eng die Burger King® Familie zusammensteht und sich gegenseitig unterstützt, wie durch unbürokratische Soforthilfen an Betroffene in den Flutgebieten. Ich denke, dass das Familiengefühl treibende Kraft hinter dieser Solidarität ist und die gesamte Gastronomiebranche erfüllt.


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Das Interview wurde im März 2022 geführt.