Vapiano

Vapiano

Vapiano in Zahlen, Deutschland

  BdS-Mitglied seit Dezember 2007
Restaurants 79 in Deutschland, 205 weltweit

VAPIANO – von Hamburg in die ganze Welt

Der Duft von frisch gebackener Pizza, hausgemachte frische Pasta, knackige Salate, köstliche Antipasti und Dolci – das und noch viel mehr ist VAPIANO. Bei VAPIANO genießen die Gäste Lieblingsgerichte, die nach individuellen Wünschen und immer frisch zubereitet werden. Die VAPIANOs laden zur mediterranen Auszeit in kosmopolitischer und kommunikativer Atmosphäre ein – auch auf ein gemütliches Glas Wein am Abend. Die Erfolgsgeschichte der Lifestylemarke begann 2002 mit der Eröffnung des ersten VAPIANOs in Hamburg. Damals begründete VAPIANO mit dem innovativen „Fresh Casual Dining“-Konzept eine neue Kategorie in der Systemgastronomie. Heute gibt es weltweit über 200 VAPIANOs in 33 Ländern auf fünf Kontinenten und auch weiterhin stehen alle Zeichen auf Expansion.

DAS KONZEPT: FRESH CASUAL DINING

Das Erfolgsgeheimnis von VAPIANO ist die Frische – Frische in den Zutaten, in der Zubereitung und im Denken. In fast jedem einzelnen VAPIANO weltweit werden zehn Pastasorten (zwei davon aus Vollkorndinkelmehl) und Pizzateig jeden Tag hausgemacht, zum Teil sogar mitten im Gastraum, in der gläsernen Manifattura. In der Showküche wird jedes Pastagericht, jede Pizza und jeder Salat individuell für den Gast „à la minute“ zubereitet. Dieses interaktive Front-Cooking-Konzept ermöglicht, dass der Gast dem Koch während der Zubereitung seine Vorlieben und Wünsche direkt mitteilen kann. So werden persönliche Lieblingsgerichte gekocht, die sich ganz leicht auch an alternative Ernährungsformen anpassen lassen. Dadurch finden auch Gäste mit veganem oder vegetarischem Ernährungsbewusstsein genauso wie mit einer Lebensmittelunverträglichkeit bei VAPIANO das, was zu ihrem persönlichen Anspruch passt, ohne dass sie dabei Kompromisse eingehen müssen. Die zentrale Idee der Gründer bestand darin, ein Restaurant zu entwickeln, bei dem der Gast absolute Frische genießen kann und dazu sämtliche Freiheiten hat – die individuellen Wünsche und Vorlieben jedes Einzelnen sollten berücksichtigt werden. VAPIANO bedeutet daher für die Gäste Selbstbestimmung und Individualität, gepaart mit fairen Preisen, und das in einer lockeren und kosmopolitischen Atmosphäre. Es gibt keinen Dresscode und eine Reservierung ist nicht nötig – wie beim Essen mit guten Freunden. VAPIANO harmoniert mit dem flexiblen und urbanen Lebensstil seiner Gäste, egal in welchem Alter. Die Gäste kommen spontan zum Mittagessen, auf einen Latte Macchiato zwischendurch, zu einem entspannten Abendessen oder auch auf ein Glas Wein in der Lounge vorbei – ob allein oder in der Gruppe. Das Chipkartensystem unterstützt dabei die Selbstbestimmung der Gäste. Jeder Besucher erhält bei Eintritt ins VAPIANO eine Chipkarte, auf die sein gesamter Verzehr gebucht wird. Das ideale Konzept für Menschen, die flexibel und selbstbestimmt bleiben und trotzdem nicht auf Genuss, Qualität und Frische verzichten möchten.

KOSMOPOLITISCHES AMBIENTE

Genießen kann der Gast sein Lieblingsgericht dann in einer lockeren, kosmopolitischen Atmosphäre: Eine warme Farbgebung, ein gemütlicher Bar- und Loungebereich sowie große Eichenholztische, die zur Kommunikation anregen, kennzeichnen das urbane Wohlfühlambiente bei VAPIANO. Die Einrichtung beruht auf dem Design- und Farbkonzept des Mailänder Designers und Architekten MatteoThun. 2011 entwickelte Thun seine ursprüngliche Designidee noch einmal weiter, seither kommt das neue Design in immer mehr VAPIANOs zum Einsatz. Das Interieur macht das mediterrane Lebensgefühl von VAPIANO noch intensiver erlebbar. Das helle Farbkonzept verleiht den Restaurants eine unbeschwerte Leichtigkeit und lädt zum Verweilen ein – egal ob zum Kaffee am Nachmittag oder als gemütlicher Start in den Abend. Highlights des neuen Designs sind die neue Holztafel mit austauschbaren Tafelelementen und die sogenannte Green Wall, eine Wand aus echten Pflanzen und Kräutern. Hinzu kommt der 100-jährige Olivenbaum, der in keinem VAPIANO fehlen darf. An den Wänden im Gästebereich hängen von Vapianisti kreierte und handgeschriebene Rezepte neben stimmungsvollen Bildern. Auch in der Lounge erwartet die Besucher ein entspanntes Ambiente mit sanften Farbtönen, Lederoptik und modernen Sitzelementen.

DIE SEELE VON VAPIANO: DIE VAPIANISTI

Die Mitarbeiter von VAPIANO, die sogenannten Vapianisti, spielen neben den Gästen eine weitere Hauptrolle. Denn das Restaurantgeschäft ist „Peoplebusiness“: Waschechte Vapianisti sind kommunikationsstark, weltoffen, tolerant und stellen einen hohen Anspruch an ihre Arbeit. Darüber hinaus liegen VAPIANO ihre individuelle Förderung und die fortwährende Weiterentwicklung besonders am Herzen.

EXPANSION UND WACHSTUM

Das Konzept der frischen und schnellen Küche kommt weltweit gut an – egal ob in Europa, in den USA, in den arabischen Ländern, Südamerika, Australien oder Südostasien. So zählt VAPIANO aktuell über 200 VAPIANOs in 33 Ländern, davon über 76 in Deutschland (teils Franchise, Joint Venture oder eigene Betriebe). Mit jedem Standort werden zwischen 50 und 80 neue Arbeitsplätze geschaffen, die meisten in Vollzeit.

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Jochen Halfmann

Rück- und Ausblick von Jochen Halfmann, Vorstand der Vapiano SE

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2017?

Von Januar bis Dezember 2017 eröffnete VAPIANO weltweit 27 neue Restaurants und baute damit seine internationale Präsenz auf insgesamt 205 Restaurants in 33 Ländern auf fünf Kontinenten aus. Allein im vierten Quartal 2017 sind 13 neue Standorte hinzugekommen. Besonders erfreulich waren die zahlreichen Neueröffnungen in Frankreich sowie der Markteintritt in Dänemark und Spanien. Auch der Ausbau des digitalen Geschäfts durch die Implementierung weiterer Take-Away- und Lieferservice-Stationen verlief 2017 erfolgreich und deutlich schneller als ursprünglich geplant. Zum Jahresende 2017 sind bereits 76 Restaurants in elf Ländern und damit rund 37 Prozent des gesamten Restaurantnetzwerks mit entsprechenden Kapazitäten ausgestattet. Geplant waren ursprünglich 50 bis 60 Restaurants für 2017. So hat VAPIANO 2017 die entscheidenden Weichen gestellt, im Jahr 2020 weltweit 330 Restaurants nachhaltig profitabel zu betreiben. Jetzt richten wir unser Augenmerk auf die Expansion in 2018 und 2019. Neben dem weiteren Ausbau unseres internationalen Restaurantnetzes werden wir unsere Digitalisierungs- und Innovationsoffensive konsequent vorantreiben, um die ,guest journeys' in unseren Restaurants weiter zu optimieren sowie unseren Umsatz und unsere Profitabilität nachhaltig zu steigern.

Was waren Ihre Highlights 2017?

Zunächst freue ich mich, dass wir unsere angestrebten Expansions- und Wachstumsziele 2017 erreicht und im Take-Away-Rollout leicht übertroffen haben. Ein Meilenstein im vergangenen Jahr war zweifelsohne der Börsengang am 27. Juni – eine für uns logische und konsequente Schlussfolgerung des erfolgreichen Wachstums der letzten Jahre. Das Segment „Fast Causal Dining“, also frische Produkte und schnelle Zubereitung, wächst stärker als alle anderen Gastronomiesegmente. Und die italienische Küche ist hier am gefragtesten. Das starke Wachstum im Lieferservice und Take-Away-Geschäft in Europa ist ein weiterer Treiber. Mit dem Umzug des VAPIANO Headquarters von Bonn nach Köln folgte im November ein weiteres Highlight. Warum wir uns für Köln entschieden haben? Die Stadt ist lieberal, bunt, multikulturell, dynamisch und sehr kreativ. Das passt perfekt zur DNA von VAPIANO. Perfekt abgerundet wurde das Jahr durch unsere 200. Restaurant-Eröffnung in Kopenhagen, Dänemark.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Das Restaurantgeschäft hat derzeit eine enorme Dynamik. Die Kunden erwarten neue Services - daran arbeiten wir ständig. Seit 2017 testen wir unsere neuen Order Terminals, an denen Restaurantbesucher ohne Wartezeiten an den Stationen per Touchscreen ihre Bestellung ordern und direkt am Pick-Up-Point abholen können, sobald ihr Pager das Signal gibt. Seit 2016/17 gibt es ebenfalls Take Away und Home Delivery. Mit der VAPIANO App, die es seit 2016 gibt, kann sich der Gast ein- und auschecken, Getränke und Dolci bestellen sowie beim Verlassen des Restaurants bequem bargeldlos und ohne Wartezeit bezahlen. Ebenfalls neu hinzugekommen ist das Konzept der Mini-Filialen. Der markanteste Unterschied zu den gängigen Restaurants ist die Bestellung an einer zentralen Kasse oder an Orderterminals. Der Gast erhält wie üblich einen Pager, so dass der Service die Speisen und Getränke zuordnen kann. Die Idee: Die Gäste können dort für die ganze Familie Pizza, Pasta und Salat auf einmal bestellen. Viele Kunden haben sich das gewünscht, weil sie – wenn sie in einer größeren Gruppe kommen – nicht an verschiedenen Kochstationen warten möchten. Um die Produktionsfläche zu optimieren, verfügt das Mini-VAPIANO-Konzept über eine offene Zentralküche. Auf der Produktseite gibt es mittlerweile viele vegane, vegetarische und laktosefreie Gerichte, die wir auf die Speisekarte genommen haben, um dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein Rechnung zu tragen. Pasta, Pizza und Salate gibt es bei VAPIANO auch glutenfrei. In Kürze werden Zuckerreduzierung und Low-Carb-Gerichte wie Zucchinipasta fokussiert.

Welche Erwartungen haben Sie für das Jahr 2018?

Für das laufende Jahr sind weltweit 30 bis 35 neue Standorte geplant. Die entsprechenden Mietverträge sind bereits unterzeichnet. Die drei Restaurants in London, Miami und Doha, welche ursprünglich in 2017 eröffnen sollten, werden im ersten Halbjahr 2018 öffnen und erhöhen damit die Zahl der neuen Restaurants auf 33 bis 38 Standorte. Auch das Take-Away- und Lieferservice-Angebot wird in 2018 konsequent weiter ausgebaut – zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen rund 85% aller Restaurants über diesen hoch attraktiven zusätzlichen "guest journey" verfügen.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen?

Eine der größten Herausforderungen innerhalb der Systemgastronomie ist die Personalsuche. Es wird zunehmend schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter für unsere Restaurants zu finden.

Jeder Mensch hat und braucht Ziele. Was ist Ihr persönliches Motto zum Erreichen Ihrer Herzenswünsche?

„The bigger you get, the smaller you have to think.” Mehr Zeit für Mitarbeiter, Freunde und Familie.


Das Interview wurde im März 2018 geführt.