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Reduktion von Lebensmittelverschwendung

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Für mich und die Branche ist die Sache klar: Die Reduktion von Lebensmittelverschwendung ist ein gesellschaftspolitisches Ziel, an dem sich die Systemgastronomie konstruktiv beteiligen wird. Deshalb begrüßt der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) die „Nationale Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung“ von Bundesministerin Julia Klöckner und bietet seine Mitarbeit zur Umsetzung der Strategie an.

Gerade im Hinblick auf das in Deutschland jederzeit verfügbare, vielseitige Angebot an Lebensmitteln ist es umso entscheidender, sich bewusst zu machen, dass das für viele Menschen nicht an der Tagesordnung ist. Deshalb ist es in vielerlei Hinsicht wichtig, die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln und vermeidbarem „Lebensmittelabfall“ zu reduzieren. Jedes nicht konsumierte Lebensmittel ist Ressourcenverschwendung. Ethik, Ökonomie und Ökologie gehen hier Hand in Hand.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die Systemgastronomie mit gutem Beispiel vorangeht. So wurde das BdS-Mitglied NORDSEE im Jahr 2018 von Frau Klöckner mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ ausgezeichnet, der das Engagement gegen Lebensmittelverschwendung prämiert. McDonald’s veröffentlich im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht Zahlen zum Anfall von Lebensmittelresten in den Restaurants. Dabei blieb die Menge seit 2013 weitgehend stabil, was sicher auch auf entsprechende Reduktionsmaßnahmen und der stetigen Optimierungsüberprüfung zurückzuführen ist. Auch die anderen BdS-Mitglieder haben große Anstrengungen – schon aus ökonomischem Eigeninteresse – unternommen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren oder diese gar nicht erst entstehen zu lassen.

Selbstverständlich ist aber auch in der Systemgastronomie noch weiteres Potential vorhanden: Wie viel Lebensmittelabfall fällt in unseren Restaurants überhaupt an? Wo fällt er an? Wo ist der größte Hebel, um diesen Abfall zu reduzieren? Was sind realistische und praktikable Ansätze, um der Herausforderung der Lebensmittelverschwendung in den Restaurants Herr zu werden? Das sind einige der Fragen, die sich unsere Mitgliedsunternehmen täglich stellen. Mit den Antworten auf diese Fragen und den im Strategiepapier adressierten Anknüpfungspunkten (z.B. rechtliche Aspekte, Möglichkeiten zur Essensmitnahme, etc.) werden wir uns in die weiteren Gespräche aktiv einbringen.

Allerdings gilt es auch deutlich zu machen, dass Gastronomie nicht gleich Gastronomie ist und aus unserer Sicht eine Differenzierung stattfinden muss. So sind bei unseren Mitgliedern, aufgrund der Standardisierung und Digitalisierung, mitunter sehr genaue Vorhersagen über das zu erwartende Gästeaufkommen an bestimmten Tagen oder Uhrzeiten möglich. Insbesondere, da die Speisen in unseren Restaurants verstärkt auf Gästewunsch und nicht auf Halde zubereitet werden, trägt zu einem großen Maße dazu bei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Es wird im weiteren Umsetzungsprozess wichtig sein, genaue Zieldefinitionen vorzunehmen, die Besonderheiten jedes Akteurs zu berücksichtigen und einen ganzheitlichen Ansatz – gemeinsam mit Erzeugern, Lieferanten und Verbrauchern – zu verfolgen. Die vorgestellte Strategie ist hierfür ein wichtiger erster Schritt.

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