Starbucks

Starbucks

Starbucks in Zahlen, Deutschland

*Schätzung BdS-Mitglied seit Januar 2013
Mitarbeiter 2.272
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie 12
Bachlorstudent (Duales Studium) 1
Restaurants
davon Franchise
165
21
Umsatz 2019 130 Millionen Euro*
Starbucks

Der erste Starbucks eröffnete 1971 in Seattle seine Türen. Fast 50 Jahre später ist Starbucks einer der größten Röster und Anbieter von Kaffeespezialitäten und an Standorten auf der ganzen Welt vertreten. Von Beginn an war es das Ziel von Starbucks, seinen Gästen besten Kaffee aus nachhaltigem Anbau und ein unverwechselbares Erlebnis in den Coffee Houses zu bieten. Dafür bereiten die professionell ausgebildeten Barista jedes Getränk individuell und ganz nach den Wünschen der Gäste zu. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Conservation International werden dafür ausschließlich nachhaltige Kaffeebohnen verwendet.

Starbucks
Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany

Rück- und Ausblick von Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2019?

2019 war ein spannendes Jahr für uns. Insgesamt haben wir zwölf neue Coffee Houses eröffnet, darunter drei in den Outlet-Centern Zweibrücken, Ochtum und Metzingen. Ein wichtiger Schritt im letzten Jahr war die Einführung der Bechergebühr, mit der wir 2019 in Hamburg und Berlin gestartet sind und die wir mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet haben. Als branchenweit erstes großes Unternehmen haben wir eine 5-Cent-Gebühr auf Heißgetränke-Becher eingeführt. Das Geld wird vollständig an den WWF und seine Projekte zur Vermeidung von Plastikmüll gespendet. Die bundesweite Einführung folgt auf eine erfolgreiche zweimonatige Testphase in Hamburg und Berlin, in der sich die Bestellungen im umweltfreundlicheren Mehr­wegbecher verdoppelt haben.

Starbucks

In Berlin haben wir ebenfalls die App „Too Good To Go“ getestet. Durch diese erfährt der Nutzer, welche Läden in der Nähe überschüssige Mahlzeiten vergünstigt abzugeben haben, kann direkt über die App bezahlen und sein Essen anschließend abholen. Mit diesem Angebot konnten wir unseren Betrieb noch nachhaltiger gestalten und haben unsere Zusammenarbeit mit „Too Good To Go“ nun auch auf Coffee Houses in Hamburg, München, Köln, Bremen, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt ausgeweitet. Auch im Ausbildungsbereich hat sich einiges getan – seit 2019 können Studenten bei uns das duale Bachelor-Studium „Handel und Internationales Management“ abschließen. Im Rahmen des Studiums können sie sich für die Studienrichtung Systemgastronomie-Management entscheiden und erlangen so Expertise in Warenkunde, Lebensmittelsicherheit oder Aufbau und Entwicklung von Franchise-Unternehmen. Nach ihrem Abschluss bieten wir den Absolventen die Möglichkeit, ihre Karriere bei Starbucks zu starten.

Starbucks

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2020?

Ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt und das wir auch im neuen Jahr weiter vorantreiben werden, ist Nachhaltigkeit. So haben wir direkt zu Beginn des neuen Jahres die Bechergebühr auf ganz Deutschland ausgeweitet. 2020 werden wir zudem in unseren Coffee Houses keine Plastik-Strohhalme mehr ausgeben. Diese werden entweder durch einen neu designten Deckel mit spezieller Trinkvorrichtung oder durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt. Weitere Maßnahmen, um den Einsatz von Plastik in unseren Coffee Houses zu reduzieren, sind bereits in Arbeit und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Selbstverständlich wird Starbucks auch zukünftig Initiativen von Behörden und NGOs fördern, die sich eine größere Aufmerksamkeit und Akzeptanz von Mehrwegbecher-Systemen zum Ziel gesetzt haben. Darüber hinaus werden wir weiter Projekte wie die Next Gen Cup Challenge unterstützen, in deren Rahmen Unternehmen gefördert werden, die an der Herstellung von recyclebaren To-go-Bechern arbeiten.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Mit der Bechergebühr sind wir den nächsten Schritt gegangen, um unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verringern. Wir sind überzeugt, dass es uns gelingen wird, mit der Bechergebühr einen wichtigen Denkanstoß zu geben und die Anzahl an Pappbechern weiter zu reduzieren.

Mit der Einführung der Reusable Cups und der Beteiligung an der Initiative „Refill Deutschland“, mit der wir kostenfrei Leitungswasser in unseren Coffee Houses anbieten, zeigt Starbucks einmal mehr, dass wir unsere Verantwortung für die Umwelt ernst nehmen. Diese beiden Neuerungen ergänzen sich bestens mit dem Konzept „Bring your own tumbler“, bei dem jeder Gast 30 Cent Rabatt erhält, sofern er sein Getränk in einen mitgebrachten Becher füllen lässt. Im letzten Jahr konnten wir einen rasanten Anstieg der Mehrwegbecher-Nutzer verzeichnen, worüber wir uns natürlich sehr freuen

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Auch im letzten Jahr haben wir mit Kaffeespezialitäten wie dem Blonde Roast oder dem Sparkling Cold Brew Tonic neue und innovative Produkte eingeführt. Unser Ziel wird es weiterhin sein, gemeinsam mit unseren Barista stets neue Geschmackswelten des Kaffees zu entwickeln und an unsere Gäste weiterzugeben. Um noch mehr Gästen hochwertige Getränke und einen perfekten Service anbieten zu können, werden wir uns auch 2020 nach neuen Standorten in Deutschland umsehen.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Wir sind uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst, einen aktiven Beitrag zu nachhaltigem Handeln zu leisten. Daher wird das Thema Nachhaltigkeit auch in Zukunft eine zentrale Rolle bei uns einnehmen. Neben der Reduzierung von Einwegplastik ist auch das nachhaltige Handeln in unserer gesamten Wertschöpfungskette für uns entscheidend. So werden wir weiterhin mit Conservation International kooperieren und damit eine langfristige Versorgung mit qualitativ hochwertigem Kaffee ermöglichen.


Das Interview wurde im Februar 2020 geführt.