Starbucks

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Starbucks in Zahlen, Deutschland

*Schätzung BdS-Mitglied seit Januar 2013
Mitarbeiter 1.738
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie 9
Auszubildende Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie für Systemgastronomie 3
Bachlorstudent (Duales Studium) 1
Restaurants
davon Franchise
153
21
Umsatz 2020 79,2 Millionen Euro*
Starbucks

Der erste Starbucks eröffnete 1971 in Seattle seine Türen und im Jahr 2021 feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Jubiläum. Inzwischen ist Starbucks einer der größten Röster und Anbieter von Kaffeespezialitäten und an Standorten auf der ganzen Welt vertreten. Von Beginn an war es das Ziel von Starbucks, seinen Gästen besten Kaffee aus nachhaltigem Anbau und ein unverwechselbares Erlebnis in den Coffee Houses zu bieten. Dafür bereiten die professionell ausgebildeten Baristas jedes Getränk ganz nach den Wünschen der Gäste zu. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Conservation International werden dafür ausschließlich nachhaltige Kaffeebohnen verwendet. Seit Sommer 2020 ist es den Gästen dank Starbucks Delivers auch möglich, die Starbucks Experience zu Hause zu erleben.

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Mateusz Sielecki, Managing Director Starbucks Germany/ Brand President Central And Eastern Europe

Rück- und Ausblick von Mateusz Sielecki, Managing Director Starbucks Germany/ Brand President Central And Eastern Europe

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

2020 war ein herausforderndes Jahr. Bedingt durch COVID-19 und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten wir selbstverständlich Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Für unsere Beschäftigten haben wir Kurzarbeitergeld beantragt, um Arbeitsplätze zu sichern. Um die Belastungen für jeden Einzelnen dabei möglichst gering zu halten, haben wir das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln auf 90 Prozent erhöht. Wir als Unternehmen haben aber weder im ersten noch im zweiten Lockdown im November staatliche Unterstützung zum Ausgleich wegfallender Umsätze erhalten. Nachdem wir als branchenweit erstes großes Unternehmen eine 5-Cent-Gebühr auf Heißgetränke-Becher eingeführt hatten, setzten wir unseren Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Jahresverlauf von 2020 fort. Wir haben die Plastik-Strohhalme erfolgreich ersetzt durch umweltfreundlichere Alternativen, wie neu designte Deckel mit spezieller Trinkvorrichtung oder Papiervarianten. Erfreulich war im vergangenen Jahr, dass die Gäste unsere Kaffeespezialitäten und Speiseangebote weiterhin gut angenommen haben. Die saisonalen Promotion-Getränke wie unsere Frappuccinos oder der Pumpkin Spice Latte haben sich reger Beliebtheit erfreut.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Unsere Erwartung ist, dass wir viele der Initiativen, die wir vergangenes Jahr auf den Weg gebracht haben, 2021 erfolgreich fortsetzen und weiterentwickeln können. Da ist zunächst einmal unser neues Starbucks Rewards-Programm, mit dem unsere Gäste leichter denn je Sterne sammeln und in den Genuss exklusiver Angebote kommen. Wir wollen unseren Gästen ein bestmögliches Erlebnis bieten. Das neue Rewards-Programm zahlt ganz klar darauf ein. Das gilt in ähnlicher Weise für unseren Lieferservice, der es ermöglicht, die Starbucks Experience zu den Menschen nach Hause zu bringen. Das Thema wird uns mit Sicherheit auch 2021 weiter begleiten. Wir werden zudem nicht müde, unser Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit voranzutreiben. Bedingt durch die Corona-Pandemie hatten wir zeitweilig darauf verzichtet, die 5-Cent-Gebühr auf unsere Einwegbecher zu erheben. Wir streben aber an, das in diesem Jahr wieder zu ändern. Starbucks hat sich global für die kommenden Jahre eine ambitionierte Agenda beim Thema Nachhaltigkeit gegeben. Für uns in Deutschland steckt darin ein deutlicher Imperativ, auch zukünftig Initiativen zu fördern, die sich für die Vermeidung von Plastikabfällen, die Etablierung von Mehrwegsystemen und den Kampf gegen den Klimawandel starkmachen. Wir kennen unsere gesellschaftliche Verantwortung und wollen ihr gerecht werden.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Das neue Starbucks Rewards-Programm und der Relaunch der Starbucks App sind Teil einer weit angelegten digitalen Transformation, die wir als Unternehmen aktuell durchlaufen. Wir reagieren damit auf sich verändernde Verbrauchertrends. Dazu gehört auch Starbucks Delivers: Per Online-Bestellung werden Getränke und Snacks seit Sommer 2020 in über 20 deutschen Städten direkt nach Hause geliefert. Unser Angebot an Speisen und Kaffeespezialitäten passen wir kontinuierlich an. Neben veganen Speisen haben wir die Auswahl an Milchalternativen daher um einen Haferdrink ergänzt.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Starbucks war stark betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Das Jahr 2020 brachte viele lokale neue Regularien mit sich. Die Gesundheit unserer Gäste und Partner hat für uns aber höchste Priorität und wir als Unternehmen tragen entsprechend Verantwortung für die schnelle Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen. Sowohl in der Zeit des ersten Lockdowns wie auch in der Zeit des zweiten Lockdowns hielten wir die Mehrheit unserer Coffee Houses geöffnet, um auch in diesen herausfordernden Zeiten für unsere Gäste und Partner da zu sein.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Wir haben gesehen, wie wichtig es ist, miteinander verbunden und im Gespräch zu bleiben – sei es mit unseren Gästen oder mit unseren Partnern. Der tägliche Coffee to go kann für Menschen ein Anker sein in dieser sehr unruhigen Zeit. Unsere Coffee Houses sind seit jeher ein Ort des Kontaktes. Das wollten wir nicht verlieren und haben daher nach Wegen gesucht, um den Kontakt zu unseren Gästen auch aus der Ferne zu ermöglichen. Unsere Social-Media-Kanäle halfen uns ebenso dabei wie unsere Starbucks App oder auch die Kooperation mit Lieferando.


Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.