L'Osteria

L'Osteria

L'Osteria in Zahlen, Deutschland

Umsatz 2019 257,3 Millionen Euro
Mitarbeiter 5.000
Auszubildende Fachmann/-frau in der Systemgastronomie 47 (nur bei FR L'Osteria GmbH)
Auszubildende Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie 4
Bachelorstudenten (duales Studium) 13
Restaurants
davon in Franchise
121
82
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In Nürnberg eröffnete im Jahr 1999 die erste L’Osteria, die schnell zum Geheimtipp wurde. Dieser Erfolg bestärkte die Gründer, Friedemann Findeis und Klaus Rader, das Konzept weiterzuverbreiten. Es folgten Restaurants in Rosenheim, Regensburg und München. 2009 eröffnete Matthias Seliger als erster Franchisepartner eine L’Osteria in Neumarkt in der Oberpfalz. Zudem entstand in diesem Jahr in Augsburg der erste „Freestander“. Schon bald ging es von Bayern nach ganz Deutschland, bis 2011 schließlich das erste Mal Auslandsluft geschnuppert wurde: Maria Klara Heinritzi wurde Franchisepartnerin für Österreich.

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Mit der Schweiz, England, Tschechien, den Niederlanden, Frankreich und Luxemburg folg­ ten über die Jahre sechs weitere europäische Länder. Seit 2016 sind Mirko Silz als CEO und seit 2020 Clive Patrick Scheibe als COO mit an Bord. Gemeinsam arbeiten sie an der stetigen Optimierung der operativen Prozesse sowie am weiteren Wachstum der Marke L’Osteria – ohne dabei die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter und Gäste aus den Augen zu verlieren. Besonderes Augenmerk legen sie zudem auf das Weiterführen der starken, wertebasierten Unternehmenskultur und die Mitarbeiter-Förderung.

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Aktuell ist L’Osteria an über 120 Standorten in acht Ländern vertreten. Dabei basiert das Unternehmen auf einem Drei-Säulen-Prinzip: unternehmenseigene Restaurants, Joint-Venture­ und Franchise-Restaurants. Etwa 65 % der Standorte werden von Franchise­ und Joint-Venture-Partnern betrieben, 35 % gehören FR L’Osteria SE selbst. Dieses Verhältnis möchte die Markengastronomie auch bei ihren ambitionierten Wachstumsplänen beibehalten. Neben weiteren Eröffnungen im Kernmarkt Deutschland steht zudem die verstärke Expansion ins Ausland im Fokus.

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Doch Erfolg und Sympathie schließen sich bei L’Osteria keineswegs aus: Innerhalb der „La Famiglia“ setzt man gezielt auf ein kooperatives Miteinander zwischen Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern. Davon profitiert auch der Gast: Service und Gastfreundschaft werden bei L’Osteria großgeschrieben. Die zuverlässige Qualität der Produktpalette rund um die „beste beste Pizza & Pasta d’amore“ und ein ansprechendes Ambiente im Restaurant sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis runden das Konzept ab.


Das Jahr 2020 hat für uns hervorragend mit einem Plus von rund 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr begonnen – doch dann kam Corona. Ab diesem Moment startete eine emotionale Reise: vom vollkommenen Lockdown und der vorübergehenden Schließung aller Restaurants über die Implementierung und den Launch unserer eigenen Delivery-Plattform und der Kooperation mit SIXT bis hin zum schrittweisen Re-Start. Wir haben uns bereits sehr früh gedanklich mit allen denkbaren Szenarien auseinandergesetzt. Zudem haben wir von Beginn an offen und transparent mit allen Beteiligten – Partnern, Mitarbeitern, Dienstleistern und Stakeholdern – kommuniziert. Dass dies genau das richtige Vorgehen war, hat sich im Verlauf der Krise deutlich gezeigt. Natürlich wollen wir mit unserem Umsatz so schnell wie möglich wieder auf 100 Prozent des Vorjahresniveaus kommen, gleichzeitig müssen wir das System so weiterentwickeln, dass sowohl wir mit unseren Eigenbetrieben als auch unsere Franchisepartner auf dieser Basis wirtschaftlich agieren können. Dabei hat Stabilisierung Vorrang. Sobald die Zeiten wieder etwas ruhiger werden, lassen sich dann auch wieder neue Chancen verstärkt in den Fokus rücken. Wir als FR L’Osteria SE sind unseren Partnern und Mitarbeitern besonders dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und dass wir diesen Weg mit all seinen Auswirkungen konsequent gemeinsam gegangen sind. Ereignisse wie die vor Kurzem stattfindenden Eröffnungen der zwei neuen Standorte in Köln Deutz und Kleve lassen uns, als LA FAMIGLIA, zuversichtlich in die Zukunft blicken – so kann es weitergehen.


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Mirko Silz, Geschäftsführung

Rück- und Ausblick von Mirko Silz, Geschäftsführung

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2019?

Grundsätzlich sind wir mit dem Geschäftsjahr 2019 sehr zufrieden. Auch wenn das Umsatzplus etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, konnten wir dennoch einige wichtige Projekte anstoßen bzw. umsetzen. Ein entscheidender Schritt war sicherlich die Umfirmierung zur SE.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2020?

Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind uns sicher, dass wir 2020 nochmals eine Schippe drauflegen können. Dabei stehen alle unsere Bemühungen im Zeichen der Digital & Cultural Transformation.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

2019 war ein ereignisreiches Jahr für uns: Wir haben unsere eigene Kaffeerösterei – die Bar Italiana – mit Sitz in Wertheim eröffnet. Durch die bereits erwähnte Umstellung auf eine europäische Aktiengesellschaft haben wir uns gesellschaftsrechtlich moderner und internationaler aufgestellt. Ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit sowie unserer Expansionspläne – gerade auch im Ausland. Darüber hinaus konnten wir Ende 2019 unser 100. Restaurant in Deutschland so­ wie unser erstes Restaurant in Luxemburg feiern. Außerdem freuen wir uns sehr, seit 1. Februar 2020 Clive Patrick Scheibe als neuen COO in der „La Famiglia” begrüßen zu dürfen.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Größte Herausforderung und gleichzeitig oberstes Ziel ist es, bei allen weiteren Wachstumsbemühungen und Internationalisierungsprozessen den Fokus auf unsere Mitarbeiter­ sowie Gästebedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Der Zukunf stehe ich sehr positiv gegenüber. Die Anforderungen, welche der digitale Wandel an uns alle und somit auch an mich persönlich stellt, sind vielschichtig und umfangreich. Doch genau das reizt mich auch. Unsere Unternehmung an vorderster Front bei der digitalen und kulturellen Transformation zu begleiten, empfinde ich als großes Geschenk.


Das Interview wurde im Januar 2020 geführt.