Testo

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Als unternehmergeführtes, mittelständisches Unternehmen gehört Testo zu den Paradebeispielen der deutschen Hidden Champions, auf die man in Deutschland zu Recht so stolz ist. 3.400 Mitarbeiter in 27 Ländern erwirtschaften einen Konzernumsatz von über 400 Millionen Euro in vier Geschäftsfeldern, die letztlich alle etwas mit Sensoren und Messtechnik zu tun haben. Früher und konsequenter als die meisten Unternehmen hat Testo die Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung erkannt und insbesondere für Kunden in der Systemgastronomie und des Lebensmitteleinzelhandels zur Schaffung völlig neuer Vorteile bei Nutzerführung und Dokumentation genutzt. Etwa ein Zehntel des jährlichen Umsatzes weltweit investiert Testo in Forschung & Entwicklung.

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Warum es gerade jetzt Sinn macht, in ein digitales QM-/HACCP-System zu investieren

Michael Rohr, Key Account Manager bei Testo und BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante

Wir befinden uns in einer Zeit der Unsicherheit. Und Unsicherheit ist Gift für Investitionen. Aber ist das richtig? Sollte man nicht gerade in unsicheren Zeiten antizyklisch agieren, um Wettbewerbsvorteile zu generieren, indem man Mehrwerte aus Prozessen herausholt? Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit! Ich bin mir sogar sicher. Die großen Player machen es vor. Denn Sie wissen, wer jetzt in die Optimierung von Prozessen investiert, kommt besser aus der Krise und wird schneller an anderen vorbeiziehen.

Warum steigen gerade in Krisenzeiten die großen Player auf ein digitales QM-/HACCP-System um? Es ist wie immer die Frage nach den Mehrwerten oder dem Kosten/Nutzen und den Wettbewerbsvorteilen, die ein solches System für den Kunden und Gast bringt. Wie immer bei Investitionen. Nicht mehr und nicht weniger. Die großen Player haben einfach das Ziel, Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, indem Sie die Lebensmittel- und Hygienesicherheit erhöhen und Kosten- und Zeit sparen.

Wer heute immer und von überall einen Überblick über seine QM-/HACCP-Prozesse haben möchte, um die Lebensmittel- und Hygienesicherheit zu verbessern und Prozesskosten zu sparen, kann mit einem digitalen QM-/HACCP-System einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Vergessen wir nicht die Papierreduktion. Die daraus generierten Mehrwerte amortisieren das System innerhalb 1-2 Jahren. Nicht nur die großen Player können von digitalen QM-/HACCP-Prozessen profitieren. Die Lösungen im Markt sind individuell anpassbar. Die Unabhängigkeit zwischen Zertifizierungsunternehmen und dem Anbieter eines QM- /HACCP-Systems sollte gewährleistet sein.


Prof. Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender

Rück- und Ausblick von Prof. Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2021?

Das vergangene Jahr war für Testo in jeder Hinsicht überragend. Wir haben das größte Umsatzwachstum der Firmengeschichte erzielt und die 400-Mio.-€-Marke übertroffen. Dieses Wachstum hat sich recht gleichmäßig über alle Kontinente hinweg verteilt. Hohe Zuwächse haben wir auch im Bereich der
Systemgastronomie erzielen können. Hier kamen insbesondere die App- und Web-basierten Systeme zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit gut an.

Was sind Ihre Erwartungen an das Jahr 2022?

Wir sind grundsätzlich optimistisch. Allerdings wird es schwer sein, 2022 den Umsatzrekord des Vorjahres wieder zu übertreffen. Große Wachstumserwartungen haben wir erneut für die Lebensmittelmesstechnik. Hier werden neue Geräte in Verbindung mit kontinuierlich weiterentwickelter Software für eine deutliche Steigerung der Attraktivität unseres Angebots sorgen. Ich gehe davon aus, dass diese Innovationen auch bei unseren Kunden in der Systemgastronomie großes Interesse auslösen werden.

15 Jahre BDS: Wie erleben Sie die Entwicklung des Verbands und der Systemgastronomie?

Zunächst einmal sagen wir "Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren BDS". Der BDS ist in diesen 15 Jahren zu einer wichtigen Stimme der Systemgastronomie geworden. Als Sprachrohr hat sich der Verband in der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien einen Namen gemacht, wird mehr und mehr wahrgenommen und gehört. Insbesondere bei aktuellen Themen ist es mehr denn je wichtig, fokussiert mit einer Stimme zu sprechen und auf die Anliegen in der Systemgastronomie aufmerksam zu machen. Als Lieferanten der Systemgastronomie sehen wir die Entwicklung des Verbandes in den letzten Jahren sehr positiv.

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Das Interview wurde im Februar 2022 geführt.