Hochland

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Hochland ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Heimenkirch (Allgäu), das sich seit seiner Gründung im Jahr 1927 mit Leidenschaft auf die Produktion und den Vertrieb von Käse spezialisiert hat. Mit rund 5.100 Beschäftigten in acht Ländern und einem Jahresabsatz von 363.000 Tonnen Käse (Jahr 2018)  ist Hochland einer der größten privaten Käsehersteller in Europa. Das Produktportfolio ist vielseitig und umfasst Schmelzkäse, Hart- und Schnittkäse, Frischkäse, körnigen Frischkäse, Weißkäse/Feta, Weichkäse und Kräuterquark unter den bekannten Marken Hochland, Grünländer, Almette, Patros, Gervais und Valbrie. Neben unserem Markenbusiness sind wir im Geschäftsfeld CustomerBrands seit Jahrzehnten starker Partner für Handelsmarken, Exportkunden, die Lebensmittelindustrie und den gesamten Foodservice. So ist Hochland langjähriger Partner der Systemgastronomie, seit mehr als 45 Jahren Partner von McDonald’s.

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Volker Brütting, Geschäftsführer

Rück- und Ausblick von Volker Brütting Geschäftsführer

Wie zufrieden waren Sie mir dem Geschäftsjahr 2019?
Aufgrund einiger Produktinnovationen, die wir in den Markt bringen konnten, werden wir das Jahr 2019 mit einem Absatzwachstum abschließen, was in gesättigten Märkten eine gute Leistung des gesamten Teams darstellt.

Welche Erwartungen haben Sie an das Jahr 2020?
Aus meiner Sicht wird der Trend hin zur Spezialisierung der Milch in Weidemilch, Tierwohl-Milch und natürlich Bio-Milch weiter anhalten. Dies sind Segmente, in denen wir uns entweder etablieren möchten oder weiter als Innovationsführer den Markt mitentwickeln möchten. Auch Nachhaltigkeits-Themen werden 2020 weiter an Bedeutung gewinnen, was gerade wir in der Milchbranche mitgestalten sollten. Denn für die Konsumenten der Zukunft werden diese Aspekte unserer Produkte deutlich mehr zur Kaufentscheidung beitragen als heute. Dies gilt auch dort, wo wir ‒beispielsweise mit einer Käse-Scheibe ‒ nur Teil eines Produktes sind, wie etwa einem Burger.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung und was ist Ihre größte Hoffnung?
Die Veränderungsgeschwindigkeit wird nicht geringer werden als 2019. Daher erwarte ich auch im neuen Geschäftsjahr, dass wir viele Themen bearbeiten werden, die heute noch nicht auf unserer Agenda stehen. Darauf haben wir uns organisatorisch eingestellt, doch die „VUCA-Welt“ im Daily Business zu managen, bleibt weiterhin eine große Herausforderung.

Meine Antwort auf den zweiten Teil Ihrer Frage ist vielleicht eher ein Tagtraum, doch ich würde es gerne in die Kategorie ‘größte Hoffnung‘ einordnen wollen: dass sich die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln, und ich denke hier vor allem an die Milch, ganzheitlich positiv weiterentwickelt und Nachhaltigkeit sich als erweiterte Qualität so etabliert, dass Verbraucher hierfür auch einen Mehrpreis akzeptieren.

Was sind Ihre Werte und wie leben sie diese?
Hochland hat Leitlinien der Führung und Zusammenarbeit, die wir aus meiner Sicht überdurchschnittlich gut leben. Trotzdem gibt es noch Potenzial, diese täglich weiterzuentwickeln. Wie wir Hochländer diese Werte leben, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass ich selbst seit über 20 Jahren für Hochland arbeite.

Im beruflichen Umfeld ist Teamgeist/Teamfähigkeit für mich ein wichtiger Wert, denn besondere Leistungen entstehen nur noch in Teams!

Dies ist nur ein Wert, viele weitere Werte sind für mich unabdingbar im Business, um nachhaltig erfolgreich sein zu können. Dies würde aber den Rahmen dieses Interviews sprengen.

Im privaten bzw. persönlichen Bereich wird mir oft zurückgespielt, dass Objektivität, Fleiß und Pflichtgefühl Werte sind, die ich lebe. Klingt langweilig, aber dazu stehe ich: Dies sind tatsächlich Dinge, die mir wichtig sind. Und ich bin sicher, auch Leidenschaft, Freude und Achtsamkeit stecken in mir.


Das Interview wurde im Dezember 2019 geführt.