Hochland

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Hochland ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Heimenkirch (Allgäu), das sich seit 1927 mit Leidenschaft auf die Produktion und den Vertrieb von Käse spezialisiert hat. Mit einem Jahresabsatz von 378.000 Tonnen Käse (2019) und heute rund 5.500 Beschäftigten in acht Ländern ist Hochland einer der größten privaten Käsehersteller in Europa.

Das Produktportfolio umfasst Schmelzkäse, Hart und Schnittkäse, Frischkäse, körnigen Frischkäse, Weißkäse/Feta, Weichkäse und Kräuterquark unter den Marken Hochland, Grünländer, Almette, Patros, Gervais und Valbrie. Neben dem Marken-Geschäft sind wir im Geschäftsfeld Customer Brands seit Jahrzehnten starker Partner für Handelsmarken, Exportkunden, die Lebensmittelindustrie und den gesamten Foodservice. Hochland ist langjähriger Partner der Systemgastronomie, seit mehr als 45 Jahren Partner von McDonald’s.

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Volker Brütting, Geschäftsführer Customer Brands

Rück- und Ausblick von Volker Brütting, Geschäftsführer Customer Brands

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Die Geschäftsfelder der Hochland Deutschland GmbH haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Das Foodservice-Geschäft ist aufgrund der Restaurantschließungen zeitweise massiv eingebrochen und bis heute auf einem deutlich niedrigeren Niveau als 2019. Andere Geschäftsfelder haben sich dagegen sehr gut entwickelt, so dass es für die Hochland Deutschland alles in allem ein zufriedenstellendes Jahr war. Hochland hat 2020 ein hervorragendes Krisen-Management realisiert und eine steile Lernkurve bei der Digitalisierung bewältigt. Bemerkenswert ist der enorme und hochflexible Einsatz unserer Mitarbeiter, speziell in der Produktion.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Für das erste Halbjahr erwarte ich eine ähnliche Geschäftsentwicklung wie im zurückliegenden Halbjahr und hoffe für das zweite Halbjahr auf ein starkes Comeback des Foodservice.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Der internationale Vergleich hat mir gezeigt, dass das Krisenmanagement in Deutschland menschlich, sozial, politisch und wirtschaftlich deutlich besser war als in vielen anderen Ländern.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Wir haben ein Top-Management-Team, mit dem wir die Krise hervorragend gemanagt haben. Doch ohne unsere tollen Mitarbeiter, die alle Krisenregeln konsequent eingehalten und einen unvorstellbaren Arbeitseinsatz gezeigt haben, wären wir nicht so gut durch diese Zeit gekommen. Vieles, was bisher undenkbar schien, hat hervorragend funktioniert, wie z.B. mobiles Arbeiten. Und: Die Menschen machen den Unterschied – auch in der Krise! Mein persönliches Fazit: Erst eine Krise verändert Dinge, die schon vorher unsinnig waren, wie manche stundenlange Geschäftsreise für ein einstündiges Gespräch – manchmal ist die persönliche Begegnung aber auch nicht zu ersetzen.


Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.