Meyer Quick Service Logistics

QSL

Meyer Quick Service Logistics

Meyer Quick Service Logistics

Meyer Quick Service Logistics (QSL) bietet Komplettlösungen für die Supply Chain von Unternehmen der Systemgastronomie. Zum An­ge­bot gehören neben der IFS-zer­tifizierten Distribution von Lebensmitteln in Lkw mit Multitemperatur-Aufbauten vor allem der operative Einkauf sowie Warehousing und Brokering. Dafür betreibt das Unternehmen Lager und Cross Docks in Deutschland, Österreich, der Schweiz und neun weiteren europäischen Ländern. QSL beliefert 3.000 Restaurants der Marken Burger King®, KFC, Pizza Hut, Ikea, Popeyes, Kochlöffel, Hans im Glück, Starbucks, Fresh Point, Five Guys, Autogrill und BURGERISTA in 15 europäischen Ländern. Durch sein skalierbares Full-Service-Konzept liefert QSL maßgeschneiderte Lösungen für kleine Systeme, aufstrebende mittelständische Franchise-Unternehmen und große Ketten.


Meyer Quick Service Logistics
Die Geschäftsführer Florian Entrich und Markus Bappert

Rück- und Ausblick der Geschäftsführer Markus Bappert und Florian Entrich

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Markus Bappert: Das Coronavirus hat uns und unsere Kunden sehr hart getroffen. Wir mussten Krisenkonzepte entwickeln und in kurzer Zeit die gesamte Supply Chain „herunterfahren“. Es galt, auf diesem niedrigen Niveau unter hohen Schutzauflagen die Lieferketten sicherzustellen, um sie in den Lockerungsphasen in unseren europäischen Ländern schnell für über 4.500 Restaurants auf Volllast hochzufahren. Dabei hat sich gezeigt, dass unsere Supply Chain in der Systemgastronomie sehr flexibel ist. Durch den hohen Grad an Digitalisierung stellen wir uns sehr schnell auf Veränderungen ein. Leider haben wir – wie auch unsere Kunden – erhebliche Einschnitte beim Umsatz in Kauf nehmen müssen. Wir haben aber bewusst keine Kurzarbeit angemeldet und die Zeit genutzt, um an unseren Ansatz, Innovationstreiber für die Logistik zu werden, anzuknüpfen. Wir skalieren mit unserem Programm „Quick Social and Environmental Responsibility (QSER)“ unsere nachhaltige Unternehmensentwicklung für die nächsten Jahre. Zudem haben wir gemeinsam mit der Fachhochschule Fulda in einer Studie die Digitalisierung in der Logistik für die Systemgastronomie unter die Lupe genommen.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Florian Entrich: Unser Geschäft wird weiter von Corona geprägt sein. Solange wir – was Impfstrategien, Lockerungsszenarien oder Perspektiven angeht – immer kleine Schritte vorwärts- und viele Schritte rückwärtsgehen, und das nicht einmal einheitlich, müssen wir bei individuellen Lösungen für unsere Kunden noch dynamischer sein. Hierfür hat sich unser One-Stop-Shop-Prinzip als sehr stabil bewährt. Wir sind aber zuversichtlich. Dass viele unserer zielstrebigen Kunden in den letzten Monaten die Verträge mit uns verlängert haben und neue Kooperationen anstehen, zeigt uns eins: Kopf in den Sand stecken – das gibt es auch 2021 nicht.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Markus Bappert: Wie bereits beschrieben, mussten wir sehr schnell lernen, mit der Krise um­zugehen. Hygienekonzepte, Remote-Office-Regelungen, enge Abstimmungen mit den Kunden: Gerade das flexible Handhaben der Krise und ihrer unterschiedlichen Entwicklungen mit Gesamtblick auf die Supply Chain hat uns gezeigt, wie stabil die Unternehmen verzahnt sind. Allein unsere Hoffnung hat sich nicht erfüllt, dass wir gut ein Jahr später zu einer neuen Normalität gefunden haben. Wir brauchen – und das gilt ausnahmslos für alle Lebensbereiche – verlässliche Perspektiven.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Florian Entrich: Die Krise hat meinen Blick geschärft: Ruhe bewahren, Status quo analysieren, Lösungen entwickeln und andere hierfür begeistern. Das gilt für das Business. Aber auch für den privaten Bereich.

Markus Bappert: Mir ist nochmal intensiver klar geworden, welches starke Fundament wir als Ludwig Meyer Unternehmensgruppe und als Familienunternehmen haben. Letztlich, weil unsere Teams gemeinsam mit uns als Geschäftsführung an einem Strang gezogen und akute Einschnitte mitgetragen haben. Wer gemeinsam durch so eine Krise geht, weiß auch, was er aneinander hat.


Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.