Meyer Quick Service Logistics

Meyer QSL

Meyer Quick Service Logistics

Meyer Quick Service Logistik

Meyer Quick Service Logistics (QSL) bietet Komplettlösungen für die Supply Chain von Unternehmen der Systemgastronomie. Zum Angebot gehören neben der IFS-zertifizierten Distribution von Lebensmitteln in Multitemperatur-Aufbauten vor allem der operative Einkauf sowie Warehousing und Brokering. Dafür betreibt das Unternehmen Lager und Cross Docks in Deutschland, Österreich, der Schweiz und neun weiteren europäischen Ländern. QSL beliefert 2.200 Restaurants der Marken Burger King, KFC, Pizza Hut, Ikea, Ditsch, Kochlöffel, Hans im Glück, Starbucks, Fresh Point, Five Guys, Autogrill und Burgerista. Durch sein skalierbares Full-Service-Konzept liefert QSL maßgeschneiderte Lösungen für kleine Systeme, aufstrebende mittelständische Franchise-Unternehmen und große Ketten.

Der Corona-Virus mit seiner schleichenden weltweiten Verbreitung und den dann verhängten Lockdowns hat uns als Logistikunternehmen und unsere Kunden in der Systemgastronomie sehr hart getroffen. In unserem deutschen Heimatmarkt genauso wie in unseren europäischen Märkten. Wir mussten uns flexibel auf neue Umstände und unterschiedliche Entwicklungen per Land einstellen. Das bedeutete, unsere Systeme sicher herunterzufahren, dabei aber weiter für unsere Kunden entsprechend der Nachfrage da zu sein. Die neuen Hygienestandards und Abstandsregeln haben wir dabei sehr gut umgesetzt. Es ist vielmehr bedenklich, dass die Verbraucher verunsichert waren und immer noch sind. Wir nehmen allerdings nach der etwa zweimonatigen Phase des nahezu kompletten Stillstands im März und April seit Mai wieder positive Signale bei unseren Kunden wahr. Der Großteil hat wieder geöffnet und die Konsumenten fangen an, den Außer-Haus-Markt zu nutzen. Das Bedürfnis der Menschen ist gefühlt da. Vielleicht noch zu zaghaft, aber es ist ein Anfang. Also galt es für uns, innerhalb kurzer Zeit unsere logistischen Prozesse für unsere Kunden wieder hochzufahren. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen sehr genau: die erfreulichen mit europaweit im Gesamtschnitt sinkenden Infektionen ebenso wie die bedenklichen mit verstärkten Ausbrüchen in Hotspots in bestimmen Regionen. Wir haben – als Unternehmen und mit Blick auf den gesamten Markt – die Auswirkungen des Corona-Virus alle noch nicht überwunden. Unsere Aufgabe ist daher, gemeinsam mit den Kunden Lösungen zu finden, wie wir den Weg zurück zu (neuer) Normalität weiter beschreiten. Vielleicht ergeben sich aus der Krise auch Chancen: Die QSL sieht, dass sich viele unserer Kunden sehr positiv im Home Delivery-Segment entwickelt und die Krise genutzt haben, diese Form der Kundenbeziehung weiter auszubauen. Wir glauben, dass dieser Vertriebsweg auch zukünftig bei vielen Kunden bleiben wird und hierdurch sogar zusätzliche Umsätze generiert werden können. Die QSL-Gruppe hat diese anstrengende Krise in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden solide gehandhabt und auch positive Erfahrungen gemacht. Dafür sind wir schon jetzt dankbar. Wir respektieren die Maßnahmen der Behörden, die entsprechend der Entwicklungen getroffen werden müssen. Denn eines ist sicher: Wir wollen keinen weiteren Lockdown erleben.


Meyer Quick Service Logistics
Die Geschäftsführer Florian Entrich und Markus Bappert

Rück- und Ausblick von den Geschäftsführern Markus Bappert und Florian Entrich.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2019?

Markus Bappert: Das Jahr 2019 stand für uns unter dem Zeichen Innovation. Wir haben mit der Implementierung der Spediton-App auf allen unseren Fahrzeugen den Schritt in die komplett digitale Abbildung der Lieferkette gemacht. Wir sorgen so für noch mehr Transparenz für unsere Kunden und Lieferanten. Mit Bluetooth-Thermometern zur Kontrolle der Temperaturführung übertragen wir Daten in Echtzeit. So partizipieren wir an technischer Innovation. Wir haben zudem in Logistikflächen investiert: In Hamburg nutzen wir ein neues Cross­Dock und in Ungarn ein neues Multitemperaturlager. Unsere Kunden wachsen europaweit. Wir begleiten sie auf diesem Weg als zuverlässiger Logistikdienstleister mit hoher internationaler Expertise.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2020?

Florian Entrich: Wir sind stolz auf unser effektives Logistiksystem als One-Stop-Shop-Konzept. Dass wir mit vielen Kunden die Geschäftsbeziehungen verlängern, zeigt uns, dass wir Vertrauen erfüllen. Aber auch hier gilt: Stillstand gibt es nicht. Wir müssen weiter 24/7 die Logistikprozesse für unsere Kunden steuern und mit innovativen Lösungen verbessern. Zudem ändert sich das Konsumverhalten der Menschen nachhaltig. Neue Gastrokonzepte begeistern die Konsumenten – vor allem im urbanen Raum. Wer eine gute gastronomische Idee umsetzt, sollte sich nicht um das Supply-Chain-Management kümmern. Dafür sind wir die Experten par excellence.

Worin sehen Sie die derzeit größte Herausforderung?

Markus Bappert: Wir sehen Veränderungen im Markt, dem Konsumverhalten der Kunden. Zudem spüren wir einen massiven Kostendruck. Das sind die Herausforderungen, auf die wir reagieren: indem wir mit unseren Kunden sprechen, an Innovationen teilhaben und unsere Netzwerke stärken. Auch bewegt uns der Fachkräftemangel weiter. Wir brauchen als 4PL-Dienstleister engagierte Mitarbeiter, die die Supply Chain verstehen. Denn Wachstum ist dort, wo die Kunden Flexibilität erwarten. Wir sind daher froh, dass wir 2020 unser Standortnetz weiter ausbauen können. Zudem wird das Thema „Grüne Logistik“ immer prägnanter. Mit QSER (Quick Social Environment Responsibility) etablieren wir 2020 hierzu ein unternehmensweites Programm.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Florian Entrich: QSER ist ein gutes Stichwort. Das Thema Nach­ haltigkeit soll die Zukunft unseres Unternehmens maßgeblich prägen. Ökologisch schonend, wirtschaftlich sinnvoll und sozial gerecht zu handeln, wird für die kommenden Jahre ganz oben auf unserer Agenda stehen. Hier tragen wir als Logistikdienstleister eine besondere Verantwortung. Deshalb engagieren wir uns etwa im Projekt „Lean and Green“ von GS1 und dem TÜV Nord. Alles essentielle Bestandteile von QSER: Wir wollen innovative Prozesse haben, CO2 reduzieren und durch die Unterstützung nationaler und internationaler Projekte etwas der Gesellschaft zurückgeben. Das bedeutet auch: Alle im Team teilen dieses Credo für unseren gemeinsamen Erfolg.


Das Interview wurde im Januar 2020 geführt.