McDonald's

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McDonald's in Zahlen, Deutschland

*Schätzwert BdS Gründungsmitglied
Mitarbeiter 61.000*
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie 975
Auszubildende Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie 395
Bachelorstudenten
(duales Studium)
98
Restaurants
davon in Franchise
1.485
1.349
Umsatz 2019 3,83 Milliarden Euro*

McDonald’s ist als eine der bekanntesten Marken weltweit bereits seit 1971 in Deutschland vertreten und hier mit inzwischen 1.485 Restaurants Marktführer in der Gastronomie. Jeden Tag begrüßen deutschlandweit mehr als 61.000 Mitarbeiter aus 119 Nationen die rund zwei Millionen Gäste und sorgen dafür, dass der Besuch für diese zu einem ganz besonderen Erlebnis wird.

Ende 2019 hat McDonald’s Deutschland den flächendeckenden Umbau der „Restaurants der Zukunft“ weitestgehend abgeschlossen. Neben dem Rollout des völlig neuen Küchenkonzepts konnte so eine Infrastruktur geschaffen werden, mit der der Grundstein für die weitere Digitalisierung in den Restaurants gelegt wurde. Dabei spielt das Thema Individualisierung eine immer wichtigere Rolle. Um in diesem Bereich maßgeschneiderte Angebote weiter auszubauen, soll zunehmend auch künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang erfolgte Anfang 2019 die Übernahme der israelischen KI-basierten Personalisierungsplattform „Dynamic Yield“ durch McDonald’s.

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Mit personalisierten Angeboten, der Integration attraktiver Marketingkampagnen und Gewinnspiele konnte die McDonald’s App seit ihrem Launch einen enormen Anstieg an Registrierungen verzeichnen. Der jeweils bereits in zweiter Auflage erschienene Oster- und Weihnachtscountdown hat sich dabei als wichtiges Marketingkonzept bei den App-Nutzern etabliert. Die Einführung der „Mobile Order & Pay”-Option in der App ermöglicht seit Mai 2019 darüber hinaus, Gästewünsche nicht nur individuell, sondern auch digital zu bedienen. Mit der neuen Funktion können die Nutzer von überall aus bestellen und anhand von standortbasierten Daten ihre Bestellung in einem von über 1.100 Restaurants in Deutschland entgegennehmen. Zu Beginn des Bestellvorgangs wird die gewünschte Zahlungsmethode ausgewählt und später wird entschieden, wo und in welcher Form der Nutzer die Bestellung genau entgegennehmen möchte – klassisch an der Theke, am McDrive-Fenster oder via Tischservice. Jederzeit lassen sich innerhalb der App auch Produkte personalisieren und speichern sowie als Bestell-Favoriten definieren. Mit diesen Maßnahmen konnte dem Wunsch der Gäste nach einem zeitgemäßen und individuellen Bestellerlebnis nachgekommen werden.

Außerhalb der Restaurants feierte McDonald’s im vergangenen Jahr bereits den dritten McDelivery Day und rückte damit nochmals das Lieferservice-Angebot in den Fokus. Der Service ist aktuell bundesweit in 37 Städten und in knapp 170 McDonald’s Restaurants verfügbar.

Ein weiteres Highlight war 2019 das Aufgreifen des veganen Ernährungstrends mit der Einführung des Big Vegan TS. Mit dem ersten veganen Burger griff McDonald’s die gesellschaftliche Debatte über Nachhaltigkeit und Tierwohl auf und nahm so eine Vorreiterposition in der deutschen Systemgastronomie ein. Außerdem konnte in Berlin mit dem „Better M Store“, dem Modellrestaurant für weniger Müll und Plastik, deutlich gemacht werden, dass das Unternehmen mit systemweiter Innovationskraft im Bereich Nachhaltigkeit immer besser werden will und kann. Erste Schritte in Richtung Plastik- und Müllreduktion erfolgten mit der Umstellung der Plastik-Luftballonhalter auf eine Papiervariante sowie der Verpackungsumstellung bei den 4er Chicken McNuggets, die inzwischen in einer Papiertüte anstatt in einer Papierschachtel angeboten werden. Diese Maßnahmen sind Teil des Fahrplans zur langfristigen Reduktion von Verpackungsmüll.

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Mit der Kampagne #mehralseinhashtag setzte McDonald’s Deutschland im November letzten Jahres ein deutliches Statement gegen Vorurteile und für mehr Toleranz, Vielfalt und Offenheit – Werte, die im Unternehmen tagtäglich gelebt werden. Mit prominenter Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der „Initiative Kulturelle Integration“ gelang es McDonald’s, damit einen Beitrag zu einer respektvollen Debattenkultur in der Gesellschaft zu leisten.


McDonald’s ist ein Teil der Gesellschaft und damit genau wie andere Unternehmen von den Auswirkungen der Corona-Krise hart getroffen worden. Mit der Öffnung unserer McDrive konnten wir während des Lockdowns aber zumindest ein Stück Normalität für unsere Gäste aufrecht erhalten. Dennoch hat uns die Pandemie in kürzester Zeit vor einige Herausforderungen gestellt. So haben wir Sicherheitskonzepte für unsere Restaurants entwickelt, Lebensmittel an deutsche Tafeln gespendet und sind eine Personalpartnerschaft mit ALDI eingegangen. Wir haben unseren Fokus noch stärker auf die nahezu kontaktlosen Angebote wie den McDrive oder die McDonald’s App gelenkt oder auch unseren Zeitplan für Verpackungsumstellungen überarbeitet. Absolute Priorität hatte für uns natürlich immer die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste. Im Rahmen der Wiedereröffnung der Gasträume haben wir daher ein Maßnahmenpaket erarbeitet und von einem renommierten Hygieneexperten begutachten lassen. Das Paket beinhaltet beispielsweise die Einführung zusätzlicher Hygienemaßnahmen, umfassende Infomaterialien für die Gäste, Aufkleber zur leichteren Wahrung des Mindestabstandes sowie auch bauliche Veränderungen wie den Einbau von Plexiglasscheiben oder Trennwänden.


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Holger Beek, Vorstandsvorsitzender McDonald's Deutschland LLC.

Rück- und Ausblick von Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender McDonald‘s Deutschland LLC.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2019?

McDonald’s Deutschland blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2019 verzeichneten wir einen klaren Anstieg der Gästezahlen und ein starkes Umsatzwachstum auf bestehender Fläche. Damit wurde der positive Trend in der Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fortgeführt.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2020?

Einer der Haupttreiber des Wachstums in Deutschland ist ein kontinuierlicher Zuwachs an Gästen. Um unsere Zielgruppen noch besser anzusprechen, werden wir die bestehenden digitalen Services weiter ausbauen. Das ermöglicht uns, den Gästen z. B. mit personalisierten Couponings oder Gewinnspielen noch passendere Angebote zu machen.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Wir arbeiten als Unternehmen fortlaufend daran, uns zu verbessern – vor allem mit Blick auf die digitalen Möglichkeiten, die unsere Restaurants jetzt deutschlandweit bieten. Dadurch können wir flächendeckend verschiedene Services wie exklusive Coupons oder Restaurantinformationen zur Verfügung stellen und sind mit dem Rollout von „Mobile Order & Pay“ als größtes Gastronomie-Unternehmen Deutschlands in den E-Commerce-Markt eingestiegen.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Die Auswirkungen des Corona-Virus sind noch eine große Unbekannte für die Gastronomie. Hierauf die richtige Antwort zu geben wird mitentscheidend sein. Darüber hinaus werden wir vor allem entsprechend unsere globale Nachhaltigkeitsstrategie vorantreiben. Hier stehen etwa das Thema Müllreduktion, die Einsparung von CO2-Emissionen und der Ausbau unseres nachhaltigen Rindfleischprogramms im Fokus. Extern haben wir die zunehmende Regulierung im Verpackungsbereich auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene im Blick. Hier gilt es, möglichst bald Planungssicherheit zu haben.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Der Wandel, den wir in den letzten Jahren erfolgreich vollzogen haben, lässt mich sehr positiv in die Zukunft blicken. Wir wollen die Zukunft aber nicht einfach auf uns zukommen lassen, wir wollen sie mitgestalten. Die bereits genannten Regulierungen im Nachhaltigkeitsbereich sind dabei eine echte Herausforderung. Gleichzeitig spornen sie uns natürlich auch an, mit Mut voranzugehen und neue Impulse zu setzen. Denn schließlich gilt: Nur wer sich wandelt, bleibt.


Das Interview wurde im März 2020 geführt.