ECP Deutschland/Areas

ECP Deutschland/Areas

ECP Deutschland/Areas

ECP in Zahlen, Deutschland

  BdS-Mitglied seit März 2017
Mitarbeiter 387
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie 7
Auszubildende sonstige Ausbildungsberufe 14
Restaurants 16
Umsatz 2020 14,8 Millionen Euro

Die ECP Deutschland GmbH, Teil der Elior Deutschland Holding, wurde 2010 gegründet und ist der Partner von Center Parcs für die Bereiche Catering & Retailfood in Deutschland. Das Unternehmen ist für das gesamte gastronomische Angebot aller bestehenden Parks in Deutschland zuständig. Aktuell betreibt der Cateringexperte die gastronomischen Einrichtungen in sechs deutschen Urlaubsanlagen zwischen Nordseeküste und Bostalsee im Saarland. Das kulinarische Angebot in den Parks ist an die Erwartungen und Bedürfnisse der Besucher angepasst und beinhaltet Buffet-, verschiedene À-la-carte-Restaurants und Quick-Service-Konzepte sowie Bäckereien, Supermärkte und umfassende Lieferangebote für Ferienhäuser.

ECP/Areas
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Im Herbst 2018 eröffnete der neue Center Parcs Park Allgäu. Ganz neu im Portfolio ist hier die irische Premium-Burgerkette Rocket‘s, die dort im Herbst 2018 erfolgreich mit ihrem ersten Standort in Deutschland startete und im Dezember 2019 mit der zweiten deutschen Filiale am Leipziger Hauptbahnhof ans Netz ging. Im Dezember 2018 konnte außerdem mit dem im Center Parcs Park Nordseeküste erstmalig implementierten OhJulia erfolgreich Eröffnung gefeiert werden.

Areas ist seit 2009 in Deutschland aktiv und wird seit Januar 2020 von Anne-Pierre de Cosnac geleitet. In Deutschland betreibt das Unternehmen aktuell 33 Autobahnstandorte, davon 20 AXXE Raststätten und sechs Autobahnhotels, daneben die Freizeitgastronomie der Center Parcs Parks Bispinger Heide, Hochsauerland, Bostalsee, Nordseeküste, Eifel und Allgäu. Zum weiteren Portfolio gehören Kamps Filialen an den Flughäfen Berlin­-Schönefeld und Leipzig sowie am Hauptbahnhof Leipzig, im Berliner Einkaufszentrum Alexa und im Hauptbahnhof.

Zudem ist Areas an 86 Flughäfen weltweit und 78 Bahnhöfen in ganz Europa mit einem umfangreichen Portfolio aus 150 Brands, darunter Eigenmarken, aber auch attraktive internationale Brands, kundenspezifischen Konzepten und Travel Retail Brands vertreten.


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Anne-Pierre de Cosnac, CEO

Rück- und Ausblick von Anne-Pierre de Cosnac, CEO

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Wie für alle Gastronomie-Unternehmen war 2020 ein ungewöhnliches Jahr. Die Pandemie hat uns hart getroffen. Wir haben schnell reagiert mit dem Fokus verstärkter Hygienestandards, um unsere Mitarbeiter und Gäste zu schützen.

Nach dem ersten Lockdown startete unsere Aktivität in den Center Parcs Parks wieder gut. Der Sommer war mit dem Schwerpunkt „Urlaub im eigenen Land“ zum Glück ein guter Treiber und wir konnten hier unseren Gästeservice auch mit den neuen Anforderungen und Regularien erneut mehr als positiv unter Beweis stellen. Der Delivery Service lief besonders gut.

Im Autobahn-Bereich haben wir den Standort Spessart Nord übernommen und einen neuen Standort, Werratal Süd, mit unserem ersten McDonald’s geöffnet. Zum Jahresende konnten wir unseren ersten Starbucks Outlet in Bruchsal implementieren.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Wie schon im vergangenen Sommer erhoffen wir uns auch dieses Jahr ein starkes Geschäft in unseren Center Parcs Parks. Hier kommen uns u.a. die während des Lockdowns durchgeführten Projekte zugute. Vor allem mit den abgeschlossenen Umbauarbeiten im Park Bispingen sehe ich nun noch mehr Wohlfühlatmosphäre und ein einladendes Ambiente in unserem Market Dome. Zusätzlich legen wir nach wie vor sehr großen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit und werden dies in den nächsten Monaten noch weiter in den Fokus rücken. Neben einem zunehmenden Angebot an regionalen, aber auch veganen und vegetarischen Spezialitäten ist natürlich das Thema Recycling bzw. Abfallreduzierung eine der großen Prioritäten. Zuletzt bin ich natürlich sehr gespannt darauf, wie unsere Gäste das neue digitale Angebot annehmen werden. Neben Kiosk-Lösungen und „Click & Collect“-Bestellplattformen wird auch die Gästeregistrierung inkl. Einsehen unseres Speisenangebots via QR-Code eine große Neuerung in den Parks. Somit bin ich sehr zuversichtlich, dass mit diesen Maßnahmen die Erholung des Umsatzes nach der Pandemie vorangetrieben werden kann.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Schon mit Wiedereröffnung der Parks nach dem ersten Lockdown im Frühjahr haben wir verstärkt versucht, den Lieferservice weiter auszubauen und unseren Gästen trotz verschärfter Hygienestandards ein weiterhin angenehmes Urlaubsgefühl vermitteln zu können. Wenn dies aufgrund von persönlichen Verunsicherungen nicht mit einem Restaurantbesuch möglich ist, kommen wir eben zu den Gästen bzw. bieten ihnen ein erweitertes Sortiment „in ihren eigenen vier Wänden“ an. Untermalt wird dies nun durch eine nahezu kontaktfreie Durchführung der Bestellung und Lieferung. Den direkten Kontakt zwischen Mitarbeiter und Gast wird dies nie ersetzen und das ist auch in keinster Weise unser Bestreben. Das „New Normal“ geht aber nun aktuell in diese Richtung und hier tun wir alles, um eine sichere Umgebung zu schaffen. Weiterhin freuen wir uns, mit McDonald’s jetzt einen der größten Player der Systemgastronomie in unserem Markenportfolio zu haben. Und die Zahlen sprechen hier trotz Corona eine deutlich positive Sprache. Zudem können wir uns – nach erfolgreicher Einführung in einigen Parks in Form eines Starbucks Counters – mit unserem ersten Starbucks Store und der Brand-Erweiterung um einen der größten Betreiber im Kaffeesegment sehr glücklich schätzen.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

In solchen dramatischen Situationen ist meine erste Aufgabe, das Unternehmen zu retten und daher Cash zu bewahren. Wir haben das Glück gehabt, Teil eines internationalen Konzerns zu sein. Das hat die Liquidität von Areas in Deutschland gesichert. Wir haben auch alles gemacht, um Arbeitsplätze zu schützen und die beste und fairste Entscheidung zu treffen. Die richtige Balance zu halten, ist oft schwierig angesichts nicht immer optimaler Alternativen. Die Verantwortung des Geschäftsführers und seines Teams ist daher noch höher.


Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.