Develey

Develey

Bekannt ist das bayerische Familienunternehmen Develey für seine Feinkost und Saucen-Kompetenz sowie die Produktvielfalt: Zum Unternehmen gehö­ren neben der Senf- und Feinkostmarke Develey die ostdeutsche Kultmarke Bautz’ner, Löwensenf mit seinen Düsseldorfer Wurzeln, Reine de Dijon aus dem Herzen Frankreichs, die junge Saucenmarke BBQUE sowie Specht als Qualitätslabel für feinsaure Schmankerl. Neben dem Neuzugang KOCHs sind internationale Größen wie Kikkoman und Tabasco im Vertriebsportfolio vertreten. Besonderen Wert legt Develey seit langem auf nachhaltiges Wirtschaften – ein Engagement, das mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020 ausgezeichnet wurde. Rund 50 % des Umsatzes erzielt Develey im Food Service. Basis für den Erfolg ist die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Branche: Mit einer breit gefächerten Gebinde-Vielfalt von Portionsbeuteln über 875-ml-Dosierflaschen bis hin zu Eimern und Dispensern können die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Ziel­gruppen im Food-Service-Geschäft abgedeckt werden.

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Michael Durach, Geschäftsführer

Rück- und Ausblick von Michael Durach, Geschäftsführer

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Hinter uns liegt ein Jahr voller Herausforderungen, nicht zuletzt durch die langwierigen Gastronomieschließungen. Dies hat uns viel Flexibilität wie auch kreative Agilität abverlangt und war mit wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Wir sind guter Dinge, dass es wieder aufwärtsgeht. Positiv war für uns, dass wir mit KOCHs Meerrettich- & Feinkostspezialitäten eine weitere starke Marke gewinnen konnten, die unser Portfolio perfekt ergänzt.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Wir müssen flexibel und agil bleiben, denn planbar ist weiterhin nichts. Daher bleiben wir im engen Austausch mit unseren Kunden und erarbeiten mit ihnen zeitgemäße Lösungen sowie Sortimentsanpassungen. Gemeinsam werden wir die Krise überwinden. Wir sind überzeugt, dass die Gastronomie wieder aufblüht, sobald sie öffnen darf – die Menschen sehnen sich nach schönen Erlebnissen und Gemeinschaft!

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Es hat sich gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen für die Gastronomie wie in kaum einer anderen Branche von einem Tag auf den nächsten völlig verändern können: abrupter Einbruch im Frühling, deutliche Erholung im Sommer, ab Spätherbst wieder angezogene Handbremse bis zum erneuten Stillstand. Ein ständiges Auf und Ab für alle Beteiligten, geschäftlich wie emotional, und das, ohne planbare Perspektiven aufgezeigt zu bekommen. Hier besteht Nachholbedarf: Die Stimme der Gastronomie in Gesellschaft und Politik muss lauter werden.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Wir sitzen alle in einem Boot. Erfreulich ist, wenn Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten noch enger zusammenrücken, positiv nach vorne blicken – und das Beste aus der Situation herausholen. Trotz oder gerade wegen der Krise treibt uns das Thema Nachhaltigkeit weiter an: Vererbungsfähig zu wirtschaften ist für uns kein Trend, sondern gelebte Unternehmensphilosophie.


Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.