Burgerlich

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Burgerlich

Burgerlich in Zahlen, Deutschland

  BdS-Mitglied seit Januar 2015
Mitarbeiter 96
Restaurants 3
davon 1 Franchisebetrieb
Umsatz 2020 5,66 Millionen Euro
Burgerlich

Wie der Name impliziert, ist das Kernprodukt des neuen Premiumkonzepts der Burger. Das pinkfarbene Herz im Logo und die Unterzeile „no ordinary Hamburger“ veranschaulichen, was Christian Berndörfler und Gregor Gerlach, die Geschäftsführer von Burgerlich, mit dem Konzept umsetzen wollen.

„Wir lieben Burger und wollen einfach selbst die besten Burger anbieten. Wir haben das umgesetzt, was wir selbst von einem richtig guten Burger erwarten: frische Zubereitung, qualitativ hochwertige Zutaten und ein echtes Geschmackserlebnis“, sagen die beiden. „Außerdem war es uns wichtig, eine angenehme, kommunikative Atmosphäre zu schaffen, in der der Burger zum Genusserlebnis wird und man sich allein, zu zweit oder auch mit Freunden gerne an den Tisch setzt.“

Burgerlich
Christian Berndörfler, Geschäftsführer

Rück- und Ausblick von Christian Berndörfler, Geschäftsführer

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Natürlich kann sich auch Burgerlich den Folgen der Pandemie nicht entziehen. Nach einem positiven Start 2020 wurden wir coronabedingt im März 2020 zurückgeworfen und mussten erhebliche Umsatzeinbußen verkraften. Der zweite Lockdown im November und Dezember verstärkte diese negative Entwicklung nochmals und bremste den positiven Trend der Sommermonate. Der Fokus auf das Take-away und Delivery-Geschäft hat uns geholfen, konnte jedoch die fehlenden Inhouse- und Walk-in-Verkäufe nicht ansatzweise kompensieren. Im Hinblick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie werden 2020/2021 als die herausforderndsten Jahre der bisherigen Burgerlich Geschichte in Erinnerung bleiben.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

In Anbetracht der vielen offenen Fragen – Wie schreitet die Impfung der Bevölkerung voran? Wann wird eine Öffnung der Restaurants, Hotels, Geschäfte und Kultureinrichtungen möglich sein? Welche Restriktionen warten auf unsere Branche? – erwarte ich nach einem anspruchsvollen Neustart im 2. Quartal eine kontinuierlich wachsende Nachfrage und eine positive Entwicklung im 3. Quartal. Unsere Verluste zum Jahresbeginn zu kompensieren ist eine große Herausforderung, ich bin aber zuversichtlich, dass wir dieses Ziel gemeinsam mit unseren Mitarbeitern erreichen können.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Leider wurden wir 2020 durch die Corona-Pandemie und deren Folgen stark ausgebremst. Wir haben die Zeit genutzt und die Entwicklung unseres Webshops vorangetrieben, unsere Systeme optimiert, das Sortiment überarbeitet und werden mit bekannten, verbesserten und neuen Produkten an den Start gehen. Unseren Fokus auf Nachhaltigkeit wollen wir 2021 nochmals verstärken und sind in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten auf einem ressourcenschonenden, umweltfreundlichen Weg.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Wie viele Bundesbürger haben meine Mitarbeiter und ich den Lockdown im Homeoffice, in Kurzarbeit und mit der Kinderbetreuung verbracht. Sich hier zurechtzufinden war für alle Beteiligten eine völlig neue Situation und Lebenserfahrung. Telefon- und Videokonferenzen haben uns dabei unterstützt, den Kontakt zu unseren Mitarbeitern aufrechtzuerhalten, ihnen Sicherheit und Zuversicht zu geben, das ist uns wichtig und wird sicherlich beim erfolgreichen Comeback helfen.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Das Leben wird auf die Straßen, Plätze, Kinos, Theater und Restaurants zurückkehren. Wir haben diese Krise bisher gut gemeistert und ich bin zuversichtlich, dass Burgerlich seine erfolgreiche Geschichte fortsetzt. Unsere Strategie steht, wie bei vielen Mitbewerbern, auf dem Prüfstand und wir werden uns anpassen und umdenken müssen, um die kommenden Jahre erfolgreich zu meistern. Eine Krise kann auch Positives bewirken und den Zusammenhalt und die Reduzierung auf das Wesentliche verstärken, diese Erfahrungen nehme ich aus der Zeit mit.



Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.