Burger King

Burger King

Burger King

Burger King in Zahlen, Deutschland

* geschätzt BdS-Gründungsmitglied
Mitarbeiter ca. 25.000 *
Auszubildende Fachmann/-frau für Systemgastronomie ca. 500 *
Auszubildende Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie ca. 50 *
Bachelorstudenten des Studiengangs "Systemgastronomie-Management" 1
Management-Trainees in der Zentrale 4
Restaurants 740
davon 640 Franchisebetriebe
Umsatz 2019 979 Millionen Euro *

1954 wurde das Unternehmen BURGER KING® von James McLamore und David Egerton in Miami gegründet und bietet seither eine vielfältige Produktpalette, bestehend aus auf offener Flamme gegrillten Burgern, Pommes, Snacks und Getränken. Mit der Einführung des WHOPPER® im Jahr 1957 wurde zudem ein Flaggschiffprodukt positioniert, das damals wie heute für den einzigartigen Grillgeschmack und frische Zutaten steht. Mittlerweile betreibt BURGER KING® mehr als 18.800 Restaurants in 100 Ländern weltweit und bedient täglich über 11 Millionen Gäste.

In Deutschland eröffnete BURGER KING® 1976 in Berlin sein erstes Restaurant. Bis heute sind mehr als 700 Restaurants hinzugekommen, womit Deutschland einer der wichtigsten Märkte für BURGER KING® weltweit ist. Die über 700 BURGER KING® Restaurants in Deutschland werden von rund 160 unabhängigen Franchisenehmern selbstständig geführt. Seit Mitte 2015 verantwortet die BURGER KING® Deutschland GmbH als Master-Franchisenehmer mit mittlerweile rund 100 Company-eigenen Restaurants den deutschen Markt.

Burger King
Burger King

Im Jahr 2019 haben wir unseren neuen deutschen Markenclaim MACH DEIN KING eingeführt. Dieser bringt die global gültige Haltung von BURGER KING® perfekt auf den Punkt und soll unsere Gäste dazu ermutigen, das zu tun, worauf sie gerade Lust haben. Zudem konnten wir sowohl unser digitales Angebot attraktiver für unsere Gäste gestalten als auch den Lieferservice sukzessive weiter ausbauen. Darüber hinaus haben wir unser Sortiment um innovative Produkte erweitert. Besonders freuen wir uns in diesem Bereich über das positive Feedback zu unserem Rebel WHOPPER®. Dieser bietet seit 2019 auch Gästen, die gerne neue Produkte probieren und gelegentlich auf Fleisch verzichten wollen, eine pflanzenbasierte Alternative mit echtem flammengegrilltem WHOPPER® Geschmack.


Statement zur Corona-Krise

Auch BURGER KING® hat die Corona-Krise – wie die gesamte Gastronomie – vor eine unvorhergesehene und neue Herausforderung gestellt. Selbstverständlich spielt dabei die Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter immer eine entscheidende Rolle, weswegen schon früh in Einklang mit den lokalen Behörden entsprechende Maßnahmen getroffen wurden: Vielerorts waren die Gasträume geschlossen, was eine große Belastung für BURGER KING® und die Franchisenehmer darstellte. Mit dem Engagement und dem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Verständnis unserer Gäste für die noch höheren Hygienestandards und ungewöhnlichen Maßnahmen, konnte BURGER KING® gemeinsam mit seinen Franchisenehmern diese Herausforderung jedoch bis jetzt gut bestreiten. An einem Großteil der Standorte konnte den Gästen weiterhin bestmöglicher Service geboten werden – durch den geöffneten Drive In und den Lieferdienst – der von den Gästen in dieser Zeit sehr gerne in Anspruch genommen wurde.

Mit dem Ziel, dass sich die Gäste bei der kontinuierlichen Wiedereröffnung der Gasträume so wohlfühlen wie vor der Corona-Krise, wird für BURGER KING® und seine Franchisenehmer weiterhin ein sicheres Restauranterlebnis oberste Priorität haben.


Cornelius Everke, Geschäftsführer der BURGER KING Deutschland GmbH, über den Wandel bei Burger King®, die Bedeutung von authentischem Essen und den neuen Markenauftritt

BURGER KING
Cornelius Everke, Geschäftsführer der BURGER KING Deutschland GmbH

„2021 wird für uns ein Jahr der Veränderung“

Bei Burger King® ändert sich gerade vieles. Was treibt Sie an?
In der Tat, 2021 wird für Burger King – wie auch für die gesamte Branche – ein Jahr der Veränderung. Bisher ging es für uns Gastronomen darum, möglichst kreativ mit den kurzfristigen Folgen der Coronakrise umzugehen. Dazu gehörte zum Beispiel der schnell wachsenden Zahl an Lieferdienst-Aufträgen beizukommen oder trotz des Ansturms auf die Drive-in-Schalter die Wartezeiten für unsere Gäste möglichst gering zu halten. Hier haben wir im vergangenen Jahr viel gelernt. Und natürlich haben alle mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen. 2021 stellen wir nun aber die Weichen für die Zukunft; nicht nur für die Zeit nach Corona, sondern für die kommenden zehn Jahre. Wir müssen uns vor allem fragen: Welche veränderten Gästewünsche bleiben uns auch über Corona hinaus erhalten?

Welche sind das Ihrer Meinung nach?
Für mich ist ganz klar, dass viele Menschen sich heute sehr viel bewusster mit ihrem Essen auseinandersetzen als vor der Pandemie. Sie wollen wissen, was in ihrem Burger drin ist oder überlegen sich ganz genau, ob sie wirklich jeden Tag Fleisch essen wollen. Außerdem erleben wir ein Comeback der „Klassiker“; in unsicheren Zeiten zählt einfaches, aber authentisches Essen mehr als das nächste Fusionsküchen-Experiment. Deshalb lautet unsere Antwort: Wir machen das, was wir am besten können: flame-grilled Burger – und zwar noch besser. Daher verzichten wir auf die Zusatzstoffe Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe im Essen, erweitern unser pflanzenbasiertes Sortiment und bieten zukünftig weitere Gourmet-Burger an. Das sind wichtige Wachstumsfelder für uns. Dennoch behalten wir die richtige Mischung mit unseren Value-Produkten im Blick, denn bei Burger King sollen einfach alle Geschmäcker satt werden. Natürlich entwickeln wir nicht nur unser Produktsortiment weiter, sondern investieren ebenso in den Ausbau des Lieferdienstes, unsere Restaurants und die Digitalisierung. Uns ist vollkommen klar, dass unsere Restaurants selbst nach dem Ende der Pandemie nicht mehr so stark frequentiert sein werden. Viele Gäste werden stattdessen einen Burger zum Mitnehmen, im Drive-in oder über den Lieferservice bestellen. Darauf müssen wir uns noch stärker einrichten.

Und warum ändern Sie Ihren Markenauftritt, wenn doch eigentlich das Essen im Mittelpunkt steht?
Für mich hängen Produkt und Marke eng miteinander zusammen, denn das Branding sagt viel über das Selbstverständnis eines Unternehmens aus. Bevor jemand in eines unserer Restaurants geht, tritt er über die App, die Social-Media-Kanäle oder das Logo an der Eingangstür mit der Marke in Kontakt. Das Branding soll Lust auf mehr machen. Wenn die Ouvertüre nicht gelingt, brauchen wir mit dem ersten Akt gar nicht erst beginnen. Für Burger King® dreht sich dabei alles um qualitativ hochwertiges, frisches und authentisches Essen. Unser bisheriger Markenauftritt brachte das aber nicht mehr so gut rüber. Deswegen haben wir uns nach mehr als 20 Jahren von unserem Logo verabschiedet und in diesem Zug gleich unser gesamtes Branding überarbeitet, um Geschmack und Qualität unserer Speisen in eine ansprechende Designsprache zu übertragen. Das neue Logo ist eine Hommage an die starke Tradition unserer Marke, denn es ist angelehnt an eine Version, die wir bereits vor 1999 genutzt haben. Für mich ist das kein Widerspruch, ganz im Gegenteil, der rote Schriftzug zwischen den beiden Burger-Buns drückt unsere über viele Jahrzehnte gewachsenen Werte, unsere Erfahrung und unseren Anspruch, durch und durch authentisch zu sein, hervorragend aus. Das ist eine starke Grundlage, um neue Produkte – wie etwa unser fleischloses Sortiment – auszubauen und andere Innovationen voranzutreiben, ohne dabei die Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Cornelius Everke hat im April 2020 – Mitten im ersten Corona-Lockdown – die Position als Geschäftsführer der BURGER KING Deutschland GmbH übernommen. Unter seiner Führung hat Burger King® mit der KING’s Selection eine Gourmet-Plattform sowie erstmalig Plant-based Nuggets in einem Quick-Service-Restaurant in Deutschland eingeführt. Everke verfügt über langjährige Management-Erfahrung in der Systemgastronomie und war unter anderem Vorstandsvorsitzender bei der Vapiano SE, CEO Central Europe bei der britischen SSP Gruppe, die ebenfalls Franchisenehmer von Burger King® ist, sowie Geschäftsführer bei Starbucks in Deutschland.


Burger King
Carlos Eduardo Annibelli Baron (links) und Lahsen Feddoul, Geschäftsführer Burger King Deutschland GmbH

Rück- und Ausblick von Carlos Eduardo Annibelli Baron und Lahsen Feddoul, Geschäftsführer BURGER KING Deutschland GmbH

Wie zufrieden waren Sie mit dem Geschäftsjahr 2019?

Carlos Eduardo Annibelli Baron: Das Jahr 2019 war für die Marke BURGER KING® sehr erfolgreich. Wir konnten unseren Gästen das ganze Jahr über attraktive Angebote, spannende Aktivitäten und nicht zu­ letzt großartige Produktinnovationen bieten. Be­sonders mit den Fresh KINGs und dem fleischlosen Rebel WHOPPER® haben wir innovative Produkte in unser Sortiment aufgenommen. Der Rebel WHOPPER® ist eine tolle Alternative für Gäste, die auf Fleisch verzichten, dabei aber keine geschmacklichen Kompromisse eingehen möchten. Zudem haben wir uns mit der WHOPPER® Diamond Kampagne für die gleichgeschlechtliche Ehe starkgemacht und unsere Gäste mit dem Spoiler WHOPPER® vor eine neuartige, harte Entscheidung gestellt.

Außerdem sind wir 2019 neue strategische Partnerschaften eingegangen, die es uns ermöglichen, noch mehr Gäste an wichtigen Knotenpunkten anzusprechen.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2020?

Carlos Eduardo Annibelli Baron: Auch im Jahr 2020 werden wir weiterhin einen starken Fokus auf die Expansion legen, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Hierbei haben weiterhin die Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste oberste Priorität. Denn mit Blick auf das vergangene Jahr haben uns besonders die positiven Reaktionen der Gäste auf den Rebel WHOPPER® wieder eines bestätigt: Aktuelle Trends und das Konsumverhalten der Gäste im Blick zu behalten, zahlt sich aus. Deswegen werden wir weiterhin in entsprechende Innovationen und Produktentwicklungen investieren, um die Marke BURGER KING® noch weiter zu stärken und spannende Produktfelder zu erschließen.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?

Lahsen Feddoul: Wie auch in den letzten Jahren spielt das Restauranterlebnis unserer Gäste eine zentrale Rolle für die Marke BURGER KING®. Darum haben wir unseren Service für die Gäste durch unterschiedliche Technologien weiter verbessert und modernisiert. Dazu gehören die Ausstattung der Restaurants mit Self-Order-Kiosken, die Erweiterung unserer BK® App mit neuen Funktionen und der sukzessive Ausbau unseres Lieferservice. Letzteren haben wir 2019 zudem mit extra zugeschnittenen Promotionen stark beworben

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Lahsen Feddoul: Wie in den vergangenen Jahren ist eine der größten Herausforderungen für Restaurants und Franchisenehmer die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter. Das betrifft viele Teilnehmer am Markt. Um dem beizukommen, haben wir in einer Kampagne von Mitarbeitern für Mitarbeiter echte Testimonials aus dem Unternehmen zu Wort kommen lassen. Sie haben die breite Vielfalt an Karrieremöglichkeiten, die die Marke BURGER KING® bietet, in den Vordergrund gerückt: von Ausbildungsberufen über Möglichkeiten dualer Studiengänge bis hin zu Traineeprogrammen.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Carlos Eduardo Annibelli Baron: Für die Marke BURGER KING® erwarte ich eine sehr erfolgreiche und spannende Zukunft. Wir agieren in einem Markt, der stark wächst und gleichzeitig aber auch sehr viel Spielraum bietet. Mit unseren Innovationen folgen wir Trends nicht bloß, sondern können sie auch mitbestimmen. Ich bin stolz darauf, was wir für die Marke BURGER KING® bereits erreicht haben, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit unserem dynamischen und hochmotivierten Team in Hannover und unseren Franchisepartnern.

Lahsen Feddoul: Wenn ich mir vorstelle, was heutzutage schon mit moderner Technologie möglich ist, sehe ich in der Zukunft vor allem viel Potenzial, unsere Gäste noch direkter anzusprechen und ihr Restauranterlebnis noch weiter zu verbessern. Mobiles Bezahlen und Bestellen sind schon jetzt sehr gefragt, aber auch Augmented Reality und Spracherkennung eröffnen uns zukünftig ganz neue Wege für das operative Geschäft.


Das Interview wurde im Januar 2020 geführt.