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Viele Wege führen in die Systemgastronomie

Tag des Kaffees
In der Systemgastronomie hat sie ihren Traumjob gefunden: Daniela Turek

 

.... eine Branche voller Chancen

Klassisch Ausgebildete, Quereinsteiger, Zweitkarrieren: Die Landschaft der Systemgastronomen ist so bunt wie das Leben selbst. Nirgendwo sonst wird Offenheit und Vielfalt so selbstverständlich gelebt – und in kaum einer anderen Branche sind eindrucksvolle Karrieren auch ohne akademischen Abschluss möglich.

Am 5. September 2015 feiert Deutschland den Tag des Kaffees. Für Daniela Turek, Store Managerin der Starbucks Filiale in der Münchener Leopoldstraße, beginnt der Morgen mit einem Double Tall Vollmilch Latte. „Meine Schwester hat mich früher aufgezogen, man müsse mir immer erst einen halben Liter davon einflössen, damit ich aus dem Bett komme“, erinnert sie sich lächelnd. „Das Schöne dabei: Starbucks setzt auf Fair Trade. Hier genießt man mit gutem Gewissen.“

Die Sehnsucht nach Fairness sieht Turek in die Systemgastronomie generell als gestillt. „Feste Strukturen, Tarifverträge, planbare Arbeitszeiten - das Arbeiten bei Starbucks ist wahnsinnig angenehm. Dabei wollte ich ursprünglich ganz was anderes.“

Nach einem High School Jahr in Florida und dem Realschulabschluss begann sie eine Ausbildung in der Modeschule. Kurz bevor es losging, erlitt sie einen Autounfall. „Dabei verletzte ich mir einen Finger. Feinarbeiten und Zeichnungen waren begleitet von Schmerzen.“ Nach zwei Jahren brach sie ab. Ihre Lehre zur Restaurantfachfrau machte sie in einer Familiengastronomie. Anschließend ging es ins Catering der LfA Förderbank Bayern. Des Geldes wegen jobbte die damals 21-Jährige als Barkeeperin in einer Diskothek. Die Abwechslung, der Umgang mit Menschen – die Arbeit gefiel ihr. Der Arbeitsplatz bei der LfA war sicher. Dort hätte sie noch 30 Jahre bleiben können, erzählt Turek. Doch sie wollte mehr.

Ihren ersten Starbucks-Kaffee genoss die 33-Jährige auf der 5th Avenue. „Ich saß mit einer Freundin in dem warmen Store, draußen das kalte New York.“ Paradoxerweise war das Gebäude, in dem sich heute die älteste Filiale Münchens befindet ursprünglich eine Bank. Im April 2014 übernahm Turek die Leitung. Stolz präsentiert sie das vor einem Jahr neu eingeführte Designkonzept. Ihre Kunden kenne sie fast alle persönlich. Die Filiale in der Leopoldstraße sei mittlerweile ihr zweites Wohnzimmer. „Eben weil hier vieles automatisiert abläuft, haben wir Zeit, uns wirklich mit den Gästen zu unterhalten“, erklärt Turek „Menschelnd, abwechslungsreich, am Puls der Zeit – das alles ist für mich Systemgastronomie“.

 

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