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NORDSEE gewinnt Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ 2018

Zu gut für die Tonne

Im April war es endlich soweit – die Preisverleihung des Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ 2018 fand in Berlin statt. Bundesministerin Julia Klöckner würdigte das Engagement aller Nominierten im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: „Lebensmittel sind unsere Mittel zum Leben“; betonte die Bundesernährungsministerin, „trotzdem werfen wir 11 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weg – jedes Kilogramm ist eines zu viel.“ Im Vorfeld wurden die Preisträger von einer Jury aus 7 Mitgliedern ausgewählt, worunter neben Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe auch namhafte Personen wie Sternekoch Christian Rach und Fernsehmoderatoren Cherno Jobatey und Yvonne Willicks waren. Bundesministerin Klöckner überreichte die Preise.

Aus insgesamt über 150 eingereichten Projekten wurde NORDSEE für die Aktivitäten „Doggybag-Station“ und „30% in den letzten 30 Minuten“ mit dem „Zu gut für die Tonne-Bundespreis“ in der Rubrik Gastronomie ausgezeichnet. Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante freut sich über diesen großen Erfolg eines BdS-Mitglieds: „In der Gastronomie – auch in der Systemgastronomie – müssen täglich Lebensmittel aus Frische- und Qualitätsgründen weggeworfen werden. Die Zahlen sind deutlich: es handelt sich jährlich um rund 18 Millionen Tonnen. Diese Zahl müssen wir verringern.  NORDSEE hat mit den beiden erfolgreichen Aktionen hier eine Vorbildfunktion übernommen und zeigt, dass man gleichzeitig umweltbewusst und wirtschaftlich erfolgreich sein kann.“

Bundespreis zu gut für die Tonne
v.l.n.r.: Cherno Jobatey, Dietmar Hoffmann (Nordsee), Ina Enders (Nordsee), Bundesministerin Julia Klöckner
Robert Jung, CEO Nordsee GmbH

Frische und Natürlichkeit sind NORDSEE besonders wichtig. Deshalb werden alle Gerichte und Snacks tagesfrisch vor Ort zubereitet. Die NORDSEE Mitarbeiter haben ein sehr gutes Gefühl, wie viele Produkte zu welcher Tageszeit gefragt und gekauft werden. Jedoch gerade kurz vor Ladenschluss ist die Einschätzung schwierig. Und genau dafür gibt es jetzt Too Good To Go – die App zur Lebensmittelrettung: Werden am Abend zu viele Produkte vorbereitet, können diese zu einem besonders günstigen Preis kurz vor Ladenschluss abgeholt werden. Der Produktwert ist dabei immer mindestens doppelt so hoch wie der bezahlte Preis, also ein Rabatt von mindestens 50 Prozent oder mehr – und die Produkte werden direkt aus dem normalen Verkauf genommen. Somit bekommt der Kunde perfekte Qualität zu einem tollen Preis. Jedes NORDSEE Restaurant gibt in der App an, mit wie vielen Portionen am Tagesende zu rechnen ist, z.B. 2 Gerichte-Boxen und 3 Snack-Boxen. Diese Angabe kann sich im Laufe des Tages ändern, wenn absehbar ist, dass mehr oder weniger, oder auch gar nichts, übrigbleibt. Der Kunde bestellt in der App eine Snack-Box oder eine Gerichte-Box und bezahlt per PayPal oder Kreditkarte direkt in der App. Ab einer halben Stunde vor Ladenschluss kann die Bestellung abgeholt werden. Der Inhalt der Too Good To Go-Portion ist immer eine kleine Überraschung: Die Box enthält genau die Gerichte oder Snacks, die am jeweiligen Tagesende übriggeblieben sind. Dadurch wird die Umwelt geschont und Lebensmittelverschwendung reduziert.

„Wir lieben unseren Fisch, darum ist für uns ein nachhaltiger und vor allem respektvoller Umgang mit unseren Ressourcen selbstverständlich“, sagt Robert Jung, Vorsitzender der NORDSEE Geschäftsführung.

Nordsee
Nordsee

Damit Gäste ihr übrig gebliebenes Essen für zu Hause einpacken können, fanden sich in zunächst 23, heute 70 der 370 Filialen sogenannte Doggy-Bag-Stationen. Dort sind gratis nachhaltige Verpackungen erhältlich, in die der Kunde sein noch nicht verspeistes Menü oder seinen Snack einpacken kann, um ihn später zu genießen. Ziel von NORDSEE ist eine filialdeckende Versorgung mit diesen Stationen, die bei den Kunden großen Anklang findet.

Jurybegründung:

"Die Ansätze zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Gastronomie sind vielfältig. Den Bundespreis erhält ein Projekt, das eine bekannte Idee weiter in die Breite trägt und damit Vorbildcharakter hat. Es ist ein wichtiges Signal, wenn eine Branchengröße Resteboxen anbietet und zur Sensibilisierung der Gäste für das Thema Lebensmittelabfälle beiträgt. Auch weil es sich zeigt, dass das Konzept erfolgreich angenommen wird und wirtschaftlich tragfähig ist.“

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