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billbox ist die digitale Außenhülle für inhabergeführte Unternehmen jeder Größenordnung und Branche. 100% der Investitionen und Kosten werden bis auf die Einzelposition aufgelöst. Anstatt mit Belegen und Rechnungen wird nur mit geprüften, hochqualitativen Daten gearbeitet.

billbox ist unabhängig von den verwendeten Kassen-, Fakturierungs- und Buchhaltungssystem und funktioniert mit dem angestellten Buchhalter oder Freelancer genauso gut wie mit professionellen, externen Steuerberatern. Ihr Nutzen: Halbierung von Prozesskosten, Gewinnung vollständiger Unabhängigkeit, vollständige interne Kostenkontrolle, maximale Prozess-Sicherheit und Skalierbarkeit.



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Florian Beckmann, Hauptgeschäftsführer

Rück- und Ausblick von Florian Beckmann, Hauptgeschäftsführer

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2020?

Wir sind mit großen Plänen an das Jahr 2020 herangetreten, von denen einige glücklicherweise selbstgewählt und intern waren. Hierzu zählte z.B. eine Aufteilung des Beratungs- und Digitalisierungsgeschäftes und ein internationales Re-Branding. Diese „Luxusthemen" konnten im Krisenmodus recht gut zunächst zurückgestellt werden. Im 1. Quartal 2020 korrigierten wir unsere Umsatz- und Gewinnerwartung zunächst deutlich, da eine Vielzahl unserer Geschäftspartner in der Hospitality Industry zuhause ist. Allerdings ist billbox nur für unternehmergeführte Organisationen tätig, die zukunftsorientiert und sehr gut aufgestellt sind. Diese und weitere Umstände führten dazu, daß praktisch keine Insolvenzen in der Klientel vorkamen und viele unsere bestehenden und vor allem auch neue Kunden die zwangsweise ruhige Zeit für einen Umbau Ihrer kaufmännischen Organisation nutzen konnten. Zum Teil wurden unsere Projekte in verschiedenen Ländern auch erheblich im Rahmen von Digitalisierungs-Initiativen gefördert. Am Ende war 2020 trotz enorm gestiegener Kosten ein wertvolles Jahr für viele unserer Kunden und auch für billbox selbst.

Was sind Ihre Erwartungen für das Jahr 2021?

Die Erfahrungen aus 2020 setzten sich großteils fort. Der von außen erzwungene Umgang mit der eigenen Veränderungsbereitschaft ermöglicht es, wesentlich konsequenter und radikaler mit Veränderungsprozessen umzugehen. Gleichzeitig muss mehr Augenmerk auf die involvierten Menschen gelenkt und die verschiedenen Anspruchsgruppen mitgenommen werden. billbox wird 2021 das bisher größte Wachstum in unserer Firmengeschichte verzeichnen, quantitativ und vor allem auch qualitativ.

Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt?

Ganz persönlich: Viel mehr Quality Time, und zwar geschäftlich wie privat. Längere Dienstreisen mit mehr Tiefgang anstatt kurzen Trips für Sitzungen mit unklarem Wert. Hybrid und Online sind für sehr viele Themen geeignet, zur Erfahrung des Gegenüber und zum Kennen-Lernen jedoch häufig zu arm an Dimensionen und Ebenen. Wertschätzung von persönlichen Begegnungen. Die Erkenntnis, daß Hospitality zu den ganz wenigen Branchen gehört, deren Wertschöpfung im Kern auf sensorischen, körperlichen Erfahrungen ruht. Fantastisches Miteinander mit Unternehmerpersönlichkeiten auf der Seite unserer Geschäftspartner (Kunden wie Lieferanten) und mit unseren Teams, die trotz der monatelangen Isolation das Miteinander gestärkt haben.

Welche Erfahrungen ziehen Sie aus der Krise?

Noch kompromissloserer Einsatz für gesamtgesellschaftlichen Wohlstand im ganzheitlichen Sinne. Der wahre Wert und die wahren Kosten von Produkten und Dienstleistungen müssen sich in deren Preis widerspiegeln. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um eine Mahlzeit, eine Reise, ein Kleidungsstück eine Dienstleistung oder eine Kilowattstunde handelt. Ein Schlüssel zur Lösung unserer Herausforderungen bezüglich Klima, Ökologie, sozialem Ungleichgewicht und internationalen Krisen liegt in der Internalisierung von Kosten. Wir werden künftig sämtliche Aktivitäten und Geschäfte auch auf deren gesamtgesellschaftlichen Sinn und Wertschöpfung hin bewerten und uns nur in für uns als wertstiftend erachteten Bereichen engagieren.


Dieses Interview wurde im August 2021 geführt.