BdS-Ausbildertreffen

BdS-Ausbildertreffen 2018

BdS vernetzt Ausbilder

München, 20. September 2017: Jährlich vor dem BdS-Mittagsempfang findet das traditionelle Ausbildertreffen des BdS statt. Zu dieser Veranstaltung lädt der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) seit 2011 Ausbildungsverantwortliche und Berufsschullehrer ein. Ziel des Ausbildertreffens ist einerseits die Vernetzung der Teilnehmer. Andererseits stehen die Weiterentwicklung der Ausbildung und damit verbundene Fragen auf der Tagesordnung. Dieses Jahr wurde erstmals ein Ausbilderworkshop organisiert. Insgesamt 30 Teilnehmer widmeten sich einen Tag lang der Frage, wie Ausbildung in Zukunft aussehen soll, wie junge Menschen für einen Ausbildungsberuf in der Systemgastronomie gewonnen werden können und welchen Beitrag jeder Ausbildungsverantwortliche und jedes Unternehmen hierbei leisten können.

Tom Lichtenstein (Vapiano) im Gespräch mit Nicole Campe, BdS-Referentin für Aus- und Weiterbildung

Nicole Campe, Referentin für Bildung und Ausbildung beim BdS, konzipierte den Workshop: „Wir haben hier erfahrene Praktiker und Experten zum Thema Ausbildung an einem Tisch. Dieses geballte Potential wollen wir gemeinsam für die Branche nutzen und neue Ideen sowie Konzepte zum Thema Ausbildung erarbeiten“. Besonders im Fokus beim Premierenworkshop standen beispielsweise die sich ändernde Arbeitswelt und wie die Partner – IHKs, Berufsschulen und Unternehmen – diesen Veränderungen begegnen können. Zugleich diskutierten die Teilnehmer, wie der Austausch untereinander noch weiter verbessert und intensiviert werden kann. Sabina Lorenz, Berufspädagogin und systemische Organisationsberaterin, leitete den Workshop und konnte aus eigener systemgastronomischer Erfahrung die Herausforderungen nachvollziehen und somit wichtige Impulse geben.

Workshop-Leiterin Sabina Lorenz

Workshopleiterin Sabina Lorenz fasst die Handlungsempfehlungen für die einzelnen Akteure zusammen:  

Handlungsempfehlungen für die Industrie- und Handelskammern:
- Verbesserung der Ausbildungsqualität durch mehr Präsenz und Koordination der Ausbildungsbetriebe
- Durchführung von Sprechstunden für Auszubildende
- neutraler Mittler zwischen den einzelnen Ausbildungsparteien

Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber/Ausbilder:
- Sicherung der Attraktivität der Ausbildung durch die Verbesserung der Ausbildungsqualität
- Qualifizierung der Ausbilder zu Lernbegleitern, die individuell fördern und wertschätzend mit den Auszubildenden umgehen
- Qualifizierung der Auszubildenden durch die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb
- Durchführung von überbetrieblichen Schulungen

Handlungsempfehlungen für Verbände:
- Trends erforschen, erkennen und darüber informieren
- Entwicklung von Imagekampagnen für die zielgruppengerechte Ansprache
- Schaffung eines aktiven Netzwerkes aller Mitglieder zur Erarbeitung von Maßnahmen

Handlungsempfehlungen für Berufsschulen:
- Schaffung einer gut vernetzten Schule mit Wohlfühlatmosphäre und optimaler Ausstattung (Technik/IT)
- Unterstützung, Qualifizierung und Motivation der Lehrerschaft
- Entwicklung von geeigneten Angeboten für Lernschwache und Begabte
- Verbesserung der Angebote für TZ-Ausbildung und Vereinbarkeit von Schule/Familie

Handlungsempfehlungen für Auszubildende:
Entwicklung von Beschäftigungsfähigkeit, Emploability (Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung, Engagement, Selbstlernkompetenz, Teamfähigkeit, Empathie, Belastbarkeit, Offenheit, Reflexionsfähigkeit sowie unternehmerischen Denkens & Handelns).

Andrea Belegante, BdS-Hauptgeschäftsführerin

Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante zog nach der Präsentation der Ergebnisse ein sehr positives Fazit: „Wir haben heute gute Ansätze für die Zukunft erarbeitet. Aus unseren Mitgliedsunternehmen wissen wir, dass das Thema Ausbildung höchste Priorität besitzt. Deshalb wollen wir als Verband konzeptioneller Begleiter unserer Mitglieder sein und das Thema mit Experten der Branche vorantreiben. Das heute war ein wichtiger und richtiger erster Schritt! Vielen Dank an alle Teilnehmer“.