Halbjahresbilanz 2025: Arla feiert 25 Jahre genossenschaftliche Stärke mit stabiler Leistung

Die Leistungen der europäischen Molkereigenossenschaft Arla im ersten Halbjahr 2025 unterstreichen ihr Engagement, Wertschöpfung für ihr Genossenschaftsmitglieder, die Landwirtinnen und Landwirte, zu erzielen. Dies zeigt sich in einem wettbewerbsfähigen Milchpreis, wichtigen Investitionsentscheidungen und weiteren Fortschritten im Bereich der Nachhaltigkeit im ersten Halbjahr 2025. Auf dem deutschen Markt hat sich Arlas Geschäft in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 insgesamt ebenfalls positiv entwickelt. Hierzulande gehört die Molkereigenossenschaft zu den Top 5 in der Molkereibranche und ist mit Marken wie Arla Buko, Arla Skyr und Arla Kærgården sowie Handelsmarken vertreten.

In diesem Jahr feiert die Molkereigenossenschaft Arla ihr 25-jähriges Bestehen; hervorgegangen aus der Fusion zwischen der schwedischen Genossenschaft Arla und der dänischen Genossenschaft MD Foods im Jahr 2000. Damals entstand eine länderübergreifende Molkereigenossenschaft im Besitz von Landwirtinnen und Landwirten.

Trotz eines volatilen Marktes lagen die Halbjahresergebnisse im Rahmen der Erwartungen. Dabei belief sich der Umsatz in der ersten Hälfte des Jahres 2025 auf 7,5 Mrd. Euro, bei einem Nettogewinn von 158 Mio. Euro. Dabei erzielte Arla einen wettbewerbsfähigen Milchleistungspreis von 57,5 Cent pro kg Milch (Preis für konventionelle und Biomilch in allen sieben, europäischen Arla Erzeugerländern). Der Milch-Leistungspreis misst die Wertschöpfung pro kg Milch der Genossenschaftsmitglieder, einschließlich der jährlichen Nachzahlung und der einbehaltenen Gewinne in Form der individuellen und kollektiven Kapitaleinlage und ist eine wichtige Finanzkennzahl für die Molkereigenossenschaft. In Deutschland lag der an die Landwirte ausgezahlte Arla-Preis für konventionelle Milch im ersten Halbjahr 2025 im Durchschnitt bei 55,4 Cent/kg (bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; Preis inkl. der vorgesehenen Halbjahresnachzahlung). Auf der Grundlage der Gesamtergebnisse hat der Aufsichtsrat entschieden, dass Arla eine halbjährliche Nachzahlung von 1 Cent pro kg Milch auf Basis des gelieferten Halbjahresvolumens an die Landwirtinnen und Landwirte leistet.

„Auch zu unserem 25-jährigen Jubiläum zeigt sich deutlich die Stärke unseres Genossenschaftsmodells und das Engagement unserer Landwirte sowie unserer Mitarbeitenden. Auf dieser Grundlage konnten wir auch in volatilen Zeiten ein gutes Ergebnis im ersten Halbjahr 2025 erzielen. Es spiegelt unser dauerhaftes Engagement für nahrhafte und nachhaltige Milchprodukte wider und macht deutlich, wie wir  Mehrwert für unsere Genossenschaftsmitglieder schaffen“, erläutert Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.

Wie erwartet sorgten geopolitische Unsicherheiten und höhere Rohstoffpreise für Milcherzeugnisse im ersten Halbjahr 2025 für ein schwierigeres Marktumfeld. Diese Faktoren führten zu einem Rückgang des Absatzvolumens im Bereich der Markenprodukte von Arla um 1,5 Prozent (vs. 1. Halbjahr 2024), da die Verbraucher angesichts höherer Preise und wirtschaftlicher Unsicherheit zurückhaltender wurden.

„Obwohl wir in der ersten Jahreshälfte einen leichten Absatzrückgang bei unseren Markenprodukte verzeichnet haben, gehen wir davon aus, dass sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte verbessern wird. Dank unserer kontinuierlichen Fokussierung und der Stärke unserer Marken sind wir gut aufgestellt und können auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren. Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, dass das mengenbasierte Umsatzwachstum unserer Markenprodukte in Summe im Bereich -0,5 bis +0,5 % liegen wird“, sagt Torben Dahl Nyholm, Finanzvorstand von Arla Foods.

Die Leistung von Arla wurde auch durch außergewöhnliche Ergebnisse im Ingredients-Geschäft (Zutatengeschäft) verbessert. Dies lässt sich auf die erfolgreiche Integration des übernommenen Unternehmens Volac Whey Nutrition zurückführen. Hierdurch wurde die Marktposition von Arla in einer Zeit hoher weltweiter Nachfrage nach Milchproteinen deutlich gestärkt. Das starke Wachstum in diesem Segment spiegelt Arlas Fähigkeit wider, den sich wandelnden Ernährungsbedürfnissen einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden und Innovationen in der gesamten Lebensmittelindustrie voranzutreiben.

Investitionen sichern zukünftiges Wachstum

Im ersten Halbjahr 2025 traf Arla Foods zahlreiche wichtige Entscheidungen über zukünftige Investitionen. Damit unterstreicht die Molkereigenossenschaft ihren Fokus auf zukünftiges Wachstum, Kapazitätserweiterungen und Innovationen in allen Geschäftsbereichen. Zu den wichtigsten Projekten gehörten eine Investition in die UHT-Milchproduktion in Großbritannien, eine Erweiterung der Frischkäseproduktionskapazitäten in Holstebro (Dänemark), eine Investition in Linköping (Schweden) aufgrund der steigenden Nachfrage nach Skyr-Produkten sowie eine Erweiterung der Produktionskapazitäten für Streichkäse im Glas in Bahrain.„Die Entscheidungen über umfangreiche Investitionen machen deutlich, dass wir auf langfristige Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit setzen. Durch die Stärkung unserer Produktions- und Lieferkapazitäten spielen wir weiterhin eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung einer zuverlässigen Lebensmittelproduktion und der Versorgung mit hochwertigen Milchprodukten auf all unseren Märkten“, sagt Peder Tuborgh. Die Investitionen für das Gesamtjahr 2025 werden voraussichtlich zwischen 650 - 700 Mio. Euro liegen, exklusive Fusionen und Übernahmen.

Förderung von Nachhaltigkeit durch Kundenpartnerschaften

Arla Foods macht weiterhin Fortschritte bei der Erreichung seines Ziels für 2030, die Emissionen in den landwirtschaftlichen Betrieben um 30 % pro kg Milch zu reduzieren, und unterstützt die Landwirte bei der Umstellung auf eine nachhaltigere Milchproduktion. Im ersten Halbjahr 2025 hat die Genossenschaft ihre Plattform FarmAhead™-Technology weiterentwickelt, die Landwirten datengestützte Applikationen zur Verfügung stellt, um ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu messen, besser zu verstehen und voranzubringen.

Ein wichtiger Meilenstein in diesem ersten Halbjahr war die Ausweitung des FarmAhead™-Customer Partnership Programms, das Arla und seine Kunden zusammenbringt, um Klimaschutzmaßnahmen auf den Höfen voranzutreiben. Die neue Zusammenarbeit mit einem Kunden in Dänemark konzentriert sich beispielsweise auf die Stilllegung kohlenstoffreicher Böden, um Emissionen zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern. Mit einer Gesamtmilchmenge von über vier Mrd. kg im ersten Halbjahr, die durch das Programm abgedeckt sind, ermöglicht diese Art der Partnerschaft sowohl Arla als auch seinen Kunden messbare Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele.  Gleichzeitig erhalten Kunden wertvolle Daten, die sie bei ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung und ihren entsprechenden Verpflichtungen unterstützen.

„Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und unseren Landwirten, können wir bedeutende Fortschritte in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft erzielen. Diese Partnerschaften helfen uns, praktische Lösungen zu entwickeln und entlang der gesamten Wertschöpfungskette Mehrwert zu schaffen“, erläutert Peder Tuborgh.

Gremien von Arla und DMK stimmen Fusionsplänen zu

Im Juni 2025 haben die Gremien von Arla und der DMK Group einem Fusionsplan zugestimmt, der zwei der führenden Molkereigenossenschaften Europas zusammenführen soll. Dieser strategische Schritt spiegelt das gemeinsame Engagement für die Stärkung des genossenschaftlichen Molkereisektors und die Schaffung von Mehrwert für Landwirte, Kunden und Verbraucher wider.

„Die Fusion wird die Innovationsmöglichkeiten erweitern, die Widerstandsfähigkeit stärken und die Effizienz in einem sich entwickelnden, globalen Milchmarkt steigern. Durch die Bündelung unserer Stärken und Kompetenzen sind Arla Foods und DMK gut aufgestellt, um zukünftige Herausforderungen zu meistern und die langfristige Entwicklung der europäischen Milchwirtschaft zu unterstützen“, so Peder Tuborgh.

Die angestrebte Fusion wird nun den behördlichen Genehmigungsprozess durchlaufen, der voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein wird.

Ausblick

Die Kaufkraft der Verbraucher dürfte weiterhin günstig bleiben, wenn auch sensibel gegenüber Veränderungen im globalen Umfeld. Trotz relativ hoher Preise für die Milch der Landwirte war die weltweite Milchproduktion eine Zeit lang begrenzt, wahrscheinlich beeinflusst von Unsicherheiten und neuen Vorschriften für die Betriebe. Zuletzt ist die weltweite Milchproduktion jedoch wieder gestiegen, möglicherweise aufgrund verbesserter Wetterbedingungen. Dieser Anstieg des Angebots hat zu einer leichten Abschwächung der weltweiten Rohstoffpreise für Milch beigetragen.

Arla Foods rechnet für das zweite Halbjahr 2025 mit einer Verbesserung des Absatzes im Markengeschäft und hat daher seine Prognose für das Gesamtjahr auf -0,5 bis +0,5 % beim mengenbasierten Umsatz im Markengeschäft angehoben. Die Umsatzprognose für das Gesamtgeschäft wurde auf 14,7 bis 15,2 Mrd. Euro für das Jahr 2025 angepasst; dabei soll der Gewinnanteil am Umsatz weiterhin innerhalb der Zielbandbreite von 2,8 bis 3,2 % liegen.

Die Netto-Effizienzeinsparungen werden nun für das Gesamtjahr bei 100 bis 120 Mio. Euro erwartet; der Verschuldungsgrad wird zum Jahresende voraussichtlich zwischen 2,9 und 3,3 liegen.

„Arla feiert sein 25-jähriges Bestehen als länderübergreifende Genossenschaft im Besitz von Landwirten und zeigt dabei deutlich, dass das Unternehmen sich an einen volatilen Markt anpassen und Wert schaffen kann. Mit einem erwarteten stärkeren Markenwachstum und verbesserten Umsatzaussichten für das Gesamtjahr bauen wir weiter auf dem Fundament auf, das durch die Fusion der schwedischen Arla und der dänischen MD Foods gelegt wurde. Dabei konzentrieren wir uns auch in den kommenden Jahren darauf, für unsere Eigentümer, Kunden und die Gesellschaft positive Ergebnisse zu erzielen“, so Peder Tuborgh.

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