Deutscher Verpackungspreis: Mehrweg-Glasflaschen bei Coca-Cola digital auf der Spur

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE), Vetropack und Myneral Labs gewinnen den Deutschen Verpackungspreis 2026 in der Kategorie „Digitalisierung“. Ausgezeichnet wird ein Verfahren, das jede Mehrweg-Glasflasche mit einem individuellen Code kennzeichnet und so digital nachverfolgbar macht. Es ist das erste seiner Art in der Getränkeindustrie. Gemeinsam mit dem Glasflaschenlieferanten Vetropack und dem Start-up Myneral Labs hat CCEP DE die Lösung für 0,75-Liter-Flaschen der Marken ViO und Apollinaris entwickelt. Das Pilotprojekt läuft am Produktionsstandort in Bad Neuenahr. In Lüneburg ist die Lösung seit Kurzem auch in einem zweiten Werk im Einsatz. Damit lässt sich erstmals der jeweilige Flaschenbestand durchgängig digital nachverfolgen. Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. vergibt den Preis jährlich auf Basis einer unabhängigen Fachjury.

Vom Erfahrungswert zum digitalen Lebenslauf

Bisher basierten Umlaufzahlen und Verlustannahmen für Mehrweg-Glasflaschen branchenweit auf Erfahrungswerten und Modellen. Mit dem neuen Verfahren erhält jede Flasche einen eingravierten Datamatrix-Code, eine Art digitalen Fingerabdruck. KI-gestützte Kamerasysteme auf der Produktionslinie lesen die Seriennummer bei jedem Durchlauf aus. So entsteht ein durchgängiger digitaler Lebenslauf für jede Flasche: Wie oft wurde sie befüllt? Wann und warum wurde sie aussortiert? Die gewonnenen Daten ersetzen bisherige Hochrechnungen und ermöglichen es, den Flaschenbestand präzise zu steuern und zu planen.

„Wir machen den Mehrwegkreislauf digital und transparent“

„Mit der Serialisierung verbinden wir die physische Flasche mit der digitalen Welt. So können wir erstmals flaschenindividuell nachvollziehen, wie sich unsere Gebinde im Kreislauf bewegen. Das hilft uns, Ressourcen gezielter einzusetzen und Prozesse effizienter zu gestalten“, sagt Maika Seidler, Senior Manager Digital Innovation & Experimentation bei CCEP DE. Erich Jaquemar, Key Account Manager bei Vetropack betont: „Die Kombination aus Material-Know-how und digitalen Lösungen eröffnet neue Möglichkeiten im Mehrwegkreislauf. Mit der Serialisierung schaffen wir die Basis für langfristige und zukunftsfähige Optimierungen.“

Drei Partner, eine Lösung

Vetropack graviert die Datamatrix-Codes direkt bei der Glasproduktion auf die Flaschen. Myneral Labs, Gewinner der CCEP-Innovationsinitiative „Open Challenge“, liefert die KI-gestützte Kameratechnologie und die Software zur Datenauswertung. CCEP DE steuert das Projektmanagement und die Integration in den laufenden Produktionsbetrieb. Den Proof of Concept, also den Praxistest, haben die Partner gemeinsam entwickelt und erfolgreich abgeschlossen.

Einen Blick hinter die Kulissen des Pilotprojekts gibt es hier: Serialisierung: Coca-Cola macht Mehrweg-Glas digital

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