Indices
Im Folgenden finden Sie Erläuterungen und aktuelle Daten zum Verbraucherpreisindex, dem ifo-Geschäftsklimaindex, dem Konsumklimaindex und dem Big Mac Index.
Verbraucherpreisindex im August 2010
Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Dadurch wird die Veränderung der Preise für Güter des täglichen Bedarfs, Mieten, langlebige Gebrauchsgüter und Dienstleistungen abgebildet. Der VPI ist der zentrale Indikator zur Beurteilung der Geldwertentwicklung in Deutschland.
Das Basisjahr für den VPI wird alle fünf Jahre neu bestimmt und der Basiswert auf 100 festgesetzt. Am 29. Februar 2008 erfolgte die Umstellung auf das Basisjahr 2005, für das der Wert 100 angenommen wird.
Im August 2010 lag der VPI bei 108,4, dies entspricht einer Veränderung von +1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahrsmonat Juli 2009. Gegenüber dem Vormonat Juni 2010 gab es keine Veränderung.
Der VPI für den September 2010 wird am 12. Oktober 2010 veröffentlicht werden.
| Verbraucher-preisindex | Veränderung zum Vorjahresmonat in % | Veränderung zum Vormonat in % |
August 2010 | 108,4 | +1,0 | +/-0,0 |
Juli 2010 | 108,4 | +1,0 | +0,3 |
Juni 2010 | 108,1 | +0,9 | +0,1 |
Mai 2010 | 108,0 | +1,2 | +0,1 |
April 2010 | 107,9 | +1,0 | -0,1 |
März 2010 | 108,0 | +1,1 | +0,5 |
Feb. 2010 | 107,5 | +0,6 | +0,4 |
Jan. 2010 | 107,1 | +0,8 | -0,7 |
Dez. 2009 | 107,8 | +0,9 | +0,9 |
Nov. 2009 | 106,9 | +0,4 | -0,1 |
Okt. 2009 | 107,0 | +/- 0,0 | +0,1 |
Sept. 2009 | 106,9 | -0,3 | -0,4 |
Aug. 2009 | 107,3 | +/-0,0 | +0,2 |
Quelle: Statistisches Bundesamt
ifo-Geschäftsklimaindex im August 2010
Der ifo-Geschäftsklimaindex wird vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) mittels eines Fragebogens erhoben und ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.
Monatlich werden dabei ca. 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Normiert ist der Index auf das Jahr 2000. So entspricht ein Index-Wert von 100 den Erhebungsdaten für den 1. Januar 2000.
Das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im August weiter leicht verbessert. Somit bekräftigt der ifo-Geschäftsklimaindex seinen deutlichen Anstieg vom Juli. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage erneut positiver als im Vormonat. Hinsichtlich der Entwicklung im kommenden halben Jahr sind sie lediglich geringfügig weniger optimistisch als bisher. Die deutsche Wirtschaft ist im stabilen Sommerhoch.
| Klima | Lage | Erwartung |
August 2010 | 106,7 | 108,2 | 105,2 |
Juli 2010 | 106,2 | 106,8 | 105,5 |
Juni 2010 | 101,8 | 101,1 | 102,4 |
Mai 2010 | 101,5 | 99,4 | 103,7 |
April 2010 | 101,7 | 99,3 | 104,0 |
März 2010 | 98,2 | 94,6 | 102,0 |
Februar 2010 | 95,3 | 90,0 | 101,0 |
Januar 2010 | 95,9 | 91,4 | 100,7 |
Dezember 2009 | 94,6 | 90,5 | 98,9 |
November 2009 | 93,9 | 89,3 | 98,8 |
Oktober 2009 | 92,1 | 87,5 | 96,9 |
September 2009 | 91,4 | 87,1 | 95,8 |
August 2009 | 90,7 | 86,3 | 95,3 |
Quelle: ifo
Konsumklimaindex im August 2010
Der Konsumklimaindex der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird seit dem Jahr 1980 erhoben und spiegelt die Konsumneigung der Privathaushalte in Deutschland wider. Die GfK befragt hierzu monatlich insgesamt 2.000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren und ermittelt neben dem Konsumklima als Gesamtindikator auch die drei Teilindikatoren Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.
Das Konsumklima weist für den August 2010 einen Zuwachs von 1,0 Punkten aus und liegt bei 4,0 Punkten. Im längerfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch auf einem niedrigen Niveau. Die Konjunkturwartung ist um 9,8 Punkte auf insgesamt 46,6 Punkte gestiegen. Die Einkommenserwartung gewinnt knappe 7 Punkte und weist aktuell 36,0 Punkte auf. Die Anschaffungsneigung bleibt auf dem Niveau des Vormonats und liegt bei 27,9 Punkten.
| Konsumklima | Konjunktur-erwartung | Einkommens-erwartung | Anschaffungs-neigung | |||||
August 2010 |
| 4,0 | 46,6 | 36,0 | 27,9 | ||||
Juli 2010 |
| 3,0 | 36,8 | 29,1 | 27,9 | ||||
Juni 2010 |
| 3,5 | 5,5 | 8,2 | 30,4 | ||||
Mai 2010 |
| 3,7 | 3,9 | 23,7 | 18,1 | ||||
April 2010 |
| 3,4 | 22,5 | 35,2 | 21,6 | ||||
März 2010 |
| 3,2 | 4,5 | 13,5 | 23,4 | ||||
Februar 2010 |
| 3,3 | -5,6 | 12,0 | 24,2 | ||||
Januar 2010 |
| 3,4 | 1,5 | 12,5 | 25,4 | ||||
Dez. 2009 |
| 3,6 | 1,7 | 15,0 | 21,2 | ||||
Nov. 2009 |
| 4,0 | 0,9 | 6,2 | 26,3 | ||||
Okt. 2009 |
| 4,2 | 8,7 | 12,9 | 26,1 | ||||
Sept. 2009 |
| 3,8 | 3,4 | 16,0 | 36,5 | ||||
August 2009 |
| 3,4 | -7,5 | 8,8 | 31,1 | ||||
Quelle: GfK
Big Mac Index im Januar 2010
Was es mit dem Big Mac Index auf sich hat, haben wir vom Finanzmarktexperten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW), Dr. Manfred Jäger, bereits im BdS Magazin vom Juni 2008 erfahren. Lesen Sie hier das Interview mit Dr. Jäger.
Am 5 Januar 2010 sind die aktuellen Zahlen zum Big Mac Index vom britischen Wirtschaftsmagazin „The Economist" veröffentlicht worden. Der Economist erhebt den Index bereits seit 1986 halbjährlich in Zusammenarbeit mit McDonald’s.
Laut dieser Erhebung ist der Euro aktuell gegenüber dem Dollar um 35 Prozent überbewertet. Stärker stehen nur die skandinavischen Währungen, beispielsweise die Norwegische Krone mit einer Überbewertung von 96 Prozent, sowie der Schweizer Franken mit einer Überbewertung von 76 Prozent da. Der Chinesische Renminbi Yuan ist mit einer Unterbewertung von 49 Prozent hingegen die am stärksten unterbewertete Währungen.
Land | Preis je Big Mac in US-Dollar | Über- bzw. Unterbewertung gegenüber dem US-Dollar in Prozent |
Norwegen | 7,02 | + 96 |
Schweiz | 6,30 | + 76 |
Euro-Raum | 4,84 | + 35 |
Australien | 3,98 | + 11 |
Kanada | 3.97 | + 11 |
USA | 3,58 |
|
Japan | 3,50 | - 2 |
Südafrika | 2,46 | - 31 |
Russland | 2,34 | - 35 |
Thailand | 2,11 | - 41 |
China | 1,83 | - 49 |
Quellen: McDonald’s, The Economist
Links:
Statistisches Bundesamt Deutschland
www.destatis.de
Institut für Wirtschaftsforschung (ifo)
www.cesifo-group.de
Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)
www.gfk.com
Britisches Wirtschaftsmagazin "The Economist"
www.economist.com

