Nährwert-, Herkunfts- und Allergenkennzeichnung

2011 verabschiedete das Europäische Parlament eine Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die neue Kennzeichnungspflichten, insbesondere für Nährwertangaben, Herkunftsbezeichnung und Allergenhinweise regelt. Grundsätzlich gilt die LMIV auch für die Systemgastronomie.

Der BdS hat sich im Verordnungsverfahren eingebracht, um sicherzustellen, dass die getroffenen Regelungen praxisgerecht sind. Für unverpackte Lebensmittel gilt nun Folgendes:

  • Eine Pflicht zur Nährwert- und Herkunftskennzeichnung besteht nicht. Unternehmen haben Spielraum bei der Entscheidung, ob und wie sie hierzu Angaben machen.

  • Die Allergenkennzeichnung bleibt verpflichtend. Bis zum 13. Dezember 2014 müssen offene Speisen und Getränke die Hauptallergene ausweisen.

Die 14 Hauptallergene sind:

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon) sowie daraus gewonnene Erzeugnisse)
  • Krebstiere sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Eier sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Fisch sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Erdnüsse sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sojabohnen sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Milch (einschließlich Lactose) sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Schalenfrüchte (Cashewnuss, Haselnuss, Macadamianuss, Mandel, Paranuss, Pecanuss, Pistazie, Queenslandnuss, Walnuss) sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sellerie sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Senf sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sesamsamen sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulfite sowie daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Lupinen und Lupinenerzeugnisse 
  • Weichtiere und Weichtiererzeugnisse

In das Verfahren rund um eine nationale Regelung zur Art und Weise der Allergenkennzeichnung hat sich der BdS ebenfalls mit vielen praktischen Überlegungen eingebracht.


Kennzeichnungspflichten bei loser Ware

BdS-Mitglieder können das Dokument der FAQs zur Allergenkennzeichnung im allgemeinen Downloadbereich einsehen.