Kompromissbereitschaft ausgereizt

Wiesbaden, 7. April 2017: Auch nach der 4. Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) sind die Sozialpartner ergebnislos auseinander gegangen. BdS-Verhandlungsführerin Andrea Belegante „Die Arbeitgeber der Systemgastronomie haben mit ihrem letzten Angebot die betriebswirtschaftliche Schmerzgrenze erreicht – mit einem Angebot von 4 Prozent über alle Tarifgruppen hinweg hat die Systemgastronomie ein deutliches Bekenntnis zu ihren Mitarbeitern und einer fairen Bezahlung abgegeben. Die NGG hat dieses Angebot einstimmig abgelehnt - zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Systemgastronomie. Wir sind jederzeit zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch bereit, weil wir weiterhin ein großes Interesse daran haben, die Tarifbindung für unsere ausschließlich tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen aufrecht zu erhalten. Es liegt an der NGG, dieses ausgewogene, unterschriftsreife Angebot anzunehmen.“, so Andrea Belegante weiter.

Das Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft ist in der DNA der BdS-Wertegemeinschaft verankert. Belegante: „Wir wollen weiterhin Beschäftigung für all diejenigen ohne Vorqualifikation oder auch ohne Sprachkenntnisse schaffen, die in anderen Branchen keine Chancen erhalten. Ein niederschwelliger Einstieg bei den Arbeitskosten ist ein relevanter Faktor, um gerade in den Anfangsmonaten eine erhebliche Investition in die Einarbeitung und Integrationsarbeit leisten zu können.“

Zusätzlich zum derzeit zu verhandelnden Entgelttarifvertrag, gilt der Manteltarifvertrag, der weitere Leistungen gewährt. Dieses Tarifpaket beinhaltet umfassende Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. „Damit stellen wir für unsere Mitglieder wie deren Beschäftigte bundesweit einheitliche Beschäftigungsbedingungen sicher“, kommentiert Belegante weiter.

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