Sattgrün

Sattgrün

Sattgrün in Zahlen, Deutschland

  BdS-Mitglied seit April 2015
Mitarbeiter 90
Auszubildende Fachmann-/frau für Systemgastronomie 3
Bachelorstudenten (duales Studium) 2
Restaurants 4
Nettoumsatz 2016 2,1 Millionen Euro

2007 wurde das erste sattgrün Restaurant in der Düsseldorfer Innenstadt eröffnet. Die Vision des sattgrün Gründers und Geschäftsführers Peter Zodrow war es, über ein unkompliziertes, zeitsparendes und sympathisches Restaurantkonzept Menschen für veganes Essen zu begeistern.

Aus dieser Idee entstand das sattgrün Restaurantkonzept, bei dem frisch zubereitete vegane Gerichte, die durch ihren Geschmack überzeugen, schnell, vielfältig und unkompliziert über Selbstbedienungsbuffets den Gästen angeboten werden. Die veganen Gerichte variieren vom ungarischen Gulasch mit Soja-Geschnetzeltem über indische oder thailändische Currys bis hin zu asiatischen und italienischen Nudelgerichten, jedoch immer mit einer eigenen unverwechselbaren sattgrün Note.

Alle Speisen werden vor Ort frisch zubereitet, egal ob Suppen, Saucen, Currys oder die nach eigener Rezeptur zubereiteten Fleischalternativen aus Soja und Weizen. sattgrün vereint hierbei die Vorteile des Quick Services mit einigen Attributen des Slow Food.

Mit diesem Konzept konnte das sattgrün viele Kunden von sich überzeugen, sodass es aufgrund der großen Nachfrage in Düsseldorf mittlerweile drei sattgrün Filialen gibt und eine vierte in der Essener Innenstadt. Dieses Jahr (2017) feiert sattgrün auch sein zehnjähriges Bestehen.


Peter Zodrow
Peter Zodrow

Rück- und Ausblick von Peter Zodrow, Geschäftsführer Sattgrün Gastronomie GmbH

Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2016?
Das Geschäftsjahr 2016 war ein suboptimales Jahr für uns. Wir haben unsere ganzjährig gebuchten großen Terrassen in der ersten Jahreshälfte aufgrund des schlechten Wetters kaum nutzen können und sehen uns mit einer stetig wachsenden Konkurrenz im Bereich der veganen Speisen konfrontiert. Nichtsdestotrotz konnten wir unseren Umsatz von 2 Millionen Euro brutto im Jahr 2015 auf fast 2,5 Millionen Euro brutto 2016 ausbauen.

Was waren die Highlights 2016?
Wir haben leider bis dato noch keinen geeigneten Standort in Köln für unsere weitere Expansion gefunden, weshalb wir die Zeit und unser Geld genutzt haben, um alle drei Düsseldorfer Restaurants komplett zu renovieren. Das heißt, all unsere Restaurants erstrahlen jetzt im sattgrün 2.0 Look, den wir 2015 in Essen eingeführt haben.

Welche Neuerungen gibt es in Ihrem Konzept?
Unsere Gäste können seit 2016 endlich bargeldlos bei uns zahlen. Außerdem sind Reservierungen für Gruppen ab sechs Personen in zwei unserer vier Restaurants seit 2016 möglich. Unseren Online-Auftritt haben wir ebenfalls komplett überarbeiten lassen. Wir haben 2016 also genutzt, um unsere Konkurrenzfähigkeit so weit wie möglich auszubauen.

Was sind die Ansprüche für das Jahr 2017?
Wir wollen nach wie vor ein neues sattgrün eröffnen, allerdings suchen wir jetzt nicht mehr nur in Köln, sondern auch wieder in Düsseldorf und die 3-Millionen-Euro-Bruttoumsatz-Marke gilt es für uns immer noch zu reißen. Ein klarer Anspruch, den wir an 2017 haben. Wir wollen ferner in diesem Jahr mit der Erstellung eines attraktiven Franchisingkonzepts beginnen und natürlich wollen wir unser zehnjähriges Bestehen gebührend feiern.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen?
Die NRW-Regierung hat gerade mit dem Beschluss zur Einführung der Hygiene-Ampel einen großen Unsicherheitsfaktor für die Gastronomie in NRW erzeugt. Wir werden schauen müssen, wie wir hier Risiken minimieren können.

„10 Jahre BDS“ – was verbinden Sie mit den vergangenen zehn Jahren Systemgastronomie und wo geht die Reise hin?
Der Systemgastronomie gehört unserer Meinung nach die Zukunft und genauso, wie man im Bereich des Einzelhandels in den Innenstädten fast nur noch große Ketten sieht, wird die Systemgastronomie der Individualgastronomie immer mehr Flächen streitig machen. Interessant ist sicherlich dabei auch der Bereich Lieferservice. Wobei es hier darauf ankommen wird, ob die Systemer es schaffen werden, konkurrenzfähige eigene Angebote als Alternativen zu Lieferando, Foodora und Co. ins Leben zu rufen.


Das Interview wurde im Februar 2017 geführt.